Lehrveranstaltungen Wintersemester 21/22

 

WOCHENÜBERSICHT

dienstags 16:00-18:00 Uhr:       050533 FS (MA): Literatursoziologie für das 21. Jahrhundert

mittwochs 8:00-10:00 Uhr:        050483: Grundkurs Neuere deutsche Literaturwissenschaft  
mittwochs 10:00-12:00 Uhr:      050533 Hauptseminar (BA): Ilse Aichinger
donnerstags 10:00-12:00 Uhr:  050472: Vorlesung: Literatur in der Weimarer Republik (2)

14.10. und 02.12.2021, sowie 08.02., 09.02. und 10.02.2022 (bitte beachten Sie die Veranstaltungsdetails!)

                                                       050534 Hauptseminar BA: Gegenwartsliteratur lesen 

 

050533 FS (MA): Literatursoziologie für das 21. Jahrhundert

2 SWS, GB 02/160, dienstags 16-18:00 Uhr

Die erste Sitzung des Seminars findet online via Zoom statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten rechtzeitig einen Einladungslink via Email. In der ersten Sitzung werden wir uns über die spezifische Organisation und Durchführung des Seminars verständigen. Bitte lesen Sie den Brief des Rektors; siehe https://news.rub.de/hochschulpolitik/2021-10-07-rektorbrief-es-wird-zeit-den-campus-wieder-zum-leben-zu-erwecken 

Die Literaturwissenschaft sucht im 21. Jahrhundert nach dem Zusammenhang von Literatur und Gesellschaft nicht mehr nur in einfach geschnittenen Modellen, die aus dem Marxismus hergeleitet sind, oder in der Sozialgeschichte der Literatur oder auch in der Gattungsgeschichte. In den letzten zwanzig Jahren sind neuere literatursoziologische Forschungen entstanden, die sowohl eine Theorie und Geschichte literarischer Institutionen ausgearbeitet als auch exemplarische Studien vorlegt haben. Erforscht wurde zum Beispiel, wie ein Bestseller produziert wird, wie der Literaturbetrieb organisiert wird oder welche Spielregeln in der literarischen Kritik gelten. Das Seminar ist der Lektüre und Diskussion ausgewählter neuerer Beiträge der Literatursoziologie gewidmet. Die LV dient sowohl als Hauptseminar im Masterstudiengang als auch als ein Forschungsseminar, das sich vor allem an Studierende der Masterstudiengänge richtet, die eine Forschungsarbeit oder eine schriftliche Abschlussarbeit in Angriff nehmen wollen.

Zur Vorbereitung wird empfohlen: Pierre Bourdieu, Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes, aus dem Französischen von Bernd Schwibs und Achim Russer, Frankfurt a.M.: 1999 [u.ö] zur Anschaffung empfohlen, siehe auch: https://www.suhrkamp.de/buch/pierre-bourdieu-die-regeln-der-kunst-t-9783518291399

Weitere Texte und Materialien werden Ihnen rechtzeitig über den moodle-Kurs zum Seminar zugänglich gemacht.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise (mündliche Prüfungen, schriftliche Hausarbeiten) können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden. Themenabsprachen für Forschungsarbeiten können bereits in den Feriensprechstunden erfolgen.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an armin.schaefer@rub.de und sekretariat-ndl2@rub.de

 

050483: Grundkurs Neuere deutsche Literaturwissenschaft  

2 SWS, GABF 04/711, mittwochs 8-10:00 Uhr.

Die erste Sitzung des Seminars findet online via Zoom statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten rechtzeitig einen Einladungslink via Email. In der ersten Sitzung werden wir uns über die spezifische Organisation und Durchführung des Seminars verständigen. Bitte lesen Sie den Brief des Rektors; siehe https://news.rub.de/hochschulpolitik/2021-10-07-rektorbrief-es-wird-zeit-den-campus-wieder-zum-leben-zu-erwecken 

Der Grundkurs „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ führt ein in zentrale Gegenstandsbereiche des Faches. An exemplarischen Texten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart werden die vorgestellten Sachverhalte anschaulich gemacht; in der anschließenden gemeinsamen Erarbeitung bietet er StudienanfängerInnen die Gelegenheit, mündlich (und ggf. schriftlich) eigene Deutungsansätze zu entwickeln und das dazu erforderliche methodische Handwerkszeug zu erlernen: Textbeschreibung und -analyse, Formulieren literaturwissenschaftlicher Fragen und Argumente, poetologische, gattungs- und literaturgeschichtliche Einordnung literarischer Texte, Umgang mit Forschungsliteratur.

Die Modulprüfung im Grundkursmodul „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ besteht aus Leistungsnachweisen, die das Seminar begleiten und über das Semester verteilt werden. Voraussetzung für die Teilnahme an der Modulprüfung ist die regelmäßige aktive Teilnahme an der Veranstaltung.

Zur Anschaffung empfohlen wird: Bendikt Jeßing, Ralph Köhnen, Einführung in die Neuere deutsche Literarturwissenschaft, 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage Stuttgart: J.B. Metzler, 2017. Weiteren Materialien werden rechtzeitig über moodle zur Verfügung gestellt.

 

050533 Hauptseminar (BA): Ilse Aichinger

2 SWS, GD 1/450, mittwochs 10-12:00 Uhr

Die erste Sitzung des Seminars findet online via Zoom statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten rechtzeitig einen Einladungslink via Email. In der ersten Sitzung werden wir uns über die spezifische Organisation und Durchführung des Seminars verständigen. Bitte lesen Sie den Brief des Rektors; siehe https://news.rub.de/hochschulpolitik/2021-10-07-rektorbrief-es-wird-zeit-den-campus-wieder-zum-leben-zu-erwecken 

Ilse Aichinger hat unablässig betont, dass sie selbst völlig unwichtig sei. Jedenfalls will sie uns, wenn sie von sich und ihren Erinnerungen spricht, niemals ihre Biographie aufdrängen. Das Seminar nimmt ausgewählte Texte in den Blick, die von frühen Veröffentlichungen, die an die internationale Moderne anknüpfen, bis zu späten und letzten Feuilletons reichen. Es wird um Aichingers avantgardistische Schreibweisen, ihre Auseinandersetzung mit der Verfolgung und Ermordung der Juden in Wien und Europa, die Erprobung verschiedener Gattungen und Genres oder auch ihre Bezugnahmen auf Fotografie und Films gehen.

Zur Vorbereitung bitte ich Sie den Roman Die größere Hoffnung (https://www.fischerverlage.de/buch/9783596110414) und den Prosaband Schlechte Wörter (https://www.fischerverlage.de/buch/ilse-aichinger-schlechte-woerter-9783596110445) zu lesen. Sie können jede Ausgabe der Texte verwenden. Weitere Texte und Materialien werden Ihnen im moodle-Kurs zum Seminar rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise (mündliche Prüfungen, schriftliche Hausarbeiten) können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden.

Anmeldung: Die Zahl der Plätze im Seminar ist begrenzt Die Anmeldung erfolgt über das Zuteilungsverfahren

 

050472: Vorlesung: Literatur in der Weimarer Republik (2)

2 SWS, donnerstags 10-12:00 Uhr

Die Vorlesung „Literatur in der Weimarer Republik (2)“ setzt die Vorlesung des Sommersemesters 2021 fort, ist aber als eigenständige Lehrveranstaltung konzipiert: Sie kann unabhängig vom Besuch des ersten Teils belegt werde. Die Vorlesung stellt ausgewählte Texte vor, die insbesondere zwischen 1929 und 1933 geschrieben oder veröffentlicht wurden. Als Leitfaden dient die politische Geschichte. Die Schwerpunkte liegen auf der Literatur der Neuen Sachlichkeit sowie dem Kampf der Schriftsteller:innen gegen den Nationalsozialismus. Vorgesehen sind u.a. Texte von Bert Brecht, Alfred Döblin, Marieluise Fleißer, Irmgard Keun und Robert Musil

Die Vorlesung findet via Zoom im Live-Streaming statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung rechtzeitig per E-Mail, voraussichtlich am 12.10.2021. Weitere organisatorische Hinweise erhalten Sie dann in der ersten Vorlesung sowie im moodle-Kurs zur Vorlesung.

Texte und Materialien werden Ihnen ebenfalls im moodle-Kurs zur Vorlesung bereitgestellt.

Einen Teilnahmeschein (CPs) erhalten Sie durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur, die voraussichtlich am 03.02.2022 stattfinden wird. Hinweise zur Organisation der Klausur erhalten Sie rechtzeitig im Laufe des Semesters.

Anmeldung: Standardverfahren. Hinweise zur Organisation sowie die genauen Termine zur Anmeldung entnehmen Sie bitte der Website des Germanistischen Instituts. 

 

050534 Hauptseminar BA: Gegenwartsliteratur lesen

2 SWS, online am 14.10.2021 von 14 – 16 Uhr, online am 02.12.2021 von 14 – 18 Uhr, sowie in Präsenz, sofern es die epidemische Lage erlaubt, am 08.02., 09.02. und 10.02.2022, jeweils von 10 – 18 Uhr.

Die erste Sitzung des Seminars findet online via Zoom statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten rechtzeitig einen Einladungslink via Email. In der ersten Sitzung werden wir uns über die spezifische Organisation und Durchführung des Seminars verständigen. Bitte lesen Sie den Brief des Rektors; siehe https://news.rub.de/hochschulpolitik/2021-10-07-rektorbrief-es-wird-zeit-den-campus-wieder-zum-leben-zu-erwecken 

In den letzten Jahren ist in der Neueren deutschen Literaturwissenschaft ein Trend zur Erforschung der Gegenwartsliteratur zu beobachten. Das Fach hat darauf reagiert, dass die allgemeinen Vorstellungen, was Literatur ist, wie sie entsteht, publiziert und gelesen wird, einen grundlegenden Wandel erfahren haben. Die Rahmenbedingungen des literarischen Schreibens haben solch tiefgreifende Änderungen erfahren, dass eine Orientierung über die Literatur der Gegenwart schwerfällt. Die Ausdifferenzierung des Felds der Gegenwartsliteratur ist ein Prozess, der von einem Bündel an Faktoren angetrieben wird, die heuristisch eingeteilt werden können in interne Faktoren, die in der Literatur selbst liegen, und externe Faktoren, wie z.B. dem literarischen Markt. So fraglich diese Einteilung ist, so sehr weist sie auf eine Dynamik hin, die mit empirischen Beobachtungen korreliert werden können. Auf den ersten Blick scheint das literarische Feld dreigeteilt: So ist zum einen das Schreiben zu einem demokratischen Medium der Darstellung und des Ausdrucks geworden, die in der Literatur ihre Hüllform besitzen. Zum anderen besteht eine – vorwiegend erzählende – Literatur, die an Schreibweisen des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne anknüpft und weithin in einem öffentlichen Medienverbund zirkuliert, der sie begleitet, kommentiert und kritisiert. Schließlich gibt es ein literarisches Schreiben, das zu einer Angelegenheit von Spezialisten geworden ist und Texte produziert, die in kleinen Auflagen erscheinen und vorwiegend Experten adressieren. Jedoch können solche ein­fach geschnittenen Einteilungen der Koexistenz von Schreibweisen, Genres und Gattungen sowie den verschiedenen Intentionen und Zielsetzungen, die mit dem literarischen Schreiben verknüpft werden, kaum gerecht werden. Die Ausdifferenzierung des literarischen Felds scheint mit etablierten Unterscheidungen wie Unterhaltungsliteratur versus Hochliteratur, populäre versus ernste Literatur, Bestseller versus Author‘s Author, Realismus und Moderne versus Avantgarde nicht mehr hinreichend erfasst zu werden. Die Gegenwartsliteratur zeigt sich mithin in einer Vielfalt und Ausdifferenzierung, wie sie für globalisierte Gesellschaften mit ihren heterogenen Milieus und Werteorien­tierungen kennzeichnend sind. Das Seminar ist der Beschreibung und Erforschung dieser Lage gewidmet. Die Teilnahme am Seminar setzt unter anderem die Bereitschaft voraus zwischen Oktober 2021 und Februar 2022 selbständig mehrere Tagezeitungen, Zeitschriften, Online-Medien, Websites, Radio- und Fernsehsendungen zu verfolgen.   

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise (mündliche Prüfungen, schriftliche Hausarbeiten) können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden.

Anmeldung: Die Zahl der Plätze im Seminar ist auf 20 begrenzt. Die Anmeldung erfolgt über das Zuteilungsverfahren.