vergangene Semester

LEHRVERANSTALTUNGEN SOMMERSEMESTER 2019

050482: Grundkurs Neuere deutsche Literaturwissenschaft  

2 SWS, Mittwoch 8-10 Uhr; GABF 04/414

Der Grundkurs „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ führt ein in zentrale Gegenstandsbereiche des Faches. An exemplarischen Texten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart werden die vorgestellten Sachverhalte anschaulich gemacht; in der anschließenden gemeinsamen Erarbeitung bietet er Studienanfängerinnen und Studienanfängern die Gelegenheit, mündlich (und ggf. schriftlich) eigene Deutungsansätze zu entwickeln und das dazu erforderliche methodische Handwerkszeug zu erlernen: Textbeschreibung und -analyse, Formulieren literaturwissenschaftlicher Fragen und Argumente, poetologische, gattungs- und literaturgeschichtliche Einordnung literarischer Texte, Umgang mit Forschungsliteratur.

Die Modulprüfung im Grundkursmodul „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ besteht aus einer Abschlussklausur am Ende des Semesters. Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur ist die regelmäßige aktive Teilnahme an der Veranstaltung und die erfolgreiche Erbringung aller kleineren in der Veranstaltung verlangten schriftlichen Leistungen.

Zur Anschaffung empfohlen wird: Bendikt Jeßing, Ralph Köhnen, Einführung in die Neuere deutsche Literarturwissenschaft, 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage Stuttgart: J.B. Metzler, 2017.

 

050518 BA-Hauptseminar: Beckett in Deutschland

2 SWS, Mittwoch 10-12 Uhr; GBCF 05/707

Das Seminar nimmt mit Samuel Beckett (1906-1989) einen der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts in den Blick, der seine Texte auf Englisch und Französisch geschrieben hat. Beckett hat jedoch zu Deutschland eine besondere Beziehung entwickelt. So reiste er mehrfach von 1928 bis 1932 sowie 1936/37 nach Deutschland. In einem ersten Schritt werden ausgewählte Dokumente dieser Aufenthalte in den Blick genommen und die Auseinandersetzung Becketts mit der deutschen Kultur, z.B. Schopenhauer, Fontane, Expressionismus, in Grundzügen rekonstruiert. In einem zweiten Schritt sollen die Übersetzungen von Becketts literarischen Texten ins Deutsche anhand ausgewählter Beispiele untersucht werden. In einem dritten Schritt soll das Augenmerk auf zwei Arbeitsphasen Becketts gelegt werden: Es geht um Becketts Inszenierungen seiner eigenen Stücke am Berliner Schillertheater und um seine Arbeiten für den Süddeutschen Rundfunk.

Bitte lesen Sie zur Vorbereitung: Samuel Beckett, Molloy. Malone stirbt. Der Namenlose, aus dem Französischen von Elmar und Erika Tophoven, Erich Franzen, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2005, siehe https://www.suhrkamp.de/buecher/molloy_malone_stirbt_der_namenlose-samuel_beckett_45672.html; Samuel Beckett, Endspiel. Fin de Partie. Endgame, Deutsche Übertragung von Elmar Tophoven. Französische Originalfassung. Englische Übertragung von Samuel Beckett, Frakfurt a.M.: Suhrkamp 1974 (u.ö.), siehehttps://www.suhrkamp.de/buecher/endspiel_fin_de_partie_endgame-samuel_beckett_36671.html

Bitte besuchen Sie zur weiteren Vorbereitung auf das Seminar http://www.beckettarchive.org und erkunden Sie das Samuel Beckett Digital Manuscript Project. (Die Funktionen der Website sind außerhalb des Uni-Netzes – bitte VSPL-Client nutzen – eingeschränkt.)

Weitere Texte und Materialien zum Seminar werden auf der moodle-Plattform in elektronischer Form rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Einen Leistungsnachweis kann erwerben, wer nach Absprache mit dem Dozenten außer der aktiven Mitarbeit eine schriftliche Hausarbeit zu einem Seminarthema anfertigt oder eine mündliche Prüfung absolviert.

Anmeldung: Die Anzahl der Seminarplätze ist aufgrund der Größe des Raums GBCF 05/707 auf 20 beschränkt. Die Anmeldung zum Forschungsseminar erfolgt deshalb über das Zuteilungsverfahren.

Die Anmeldung beginnt am Donnerstag, dem 21.02.2019, und endet am Donnerstag, den 21.03.2019.

 

050475: Vorlesung: Eine Geschichte der deutschen Literatur 1945-1989 (I)

2 SWS, Donnerstag 10-12 Uhr, HGB 30

Die Vorlesung soll einen Überblick zur Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis 1989 geben. In einem ersten Schritt wird nachzeichnet, wie das literarische Feld in Deutschland nach der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Krieges neu organisiert wurde. Zum einen soll anhand ausgewählter literarischer Beispiele die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Krieg in den Blick genommen, zum anderen die Formierung der Gruppe 47 und die Rezeption der europäischen und amerikanischen Moderne vorgestellt werden. In einem zweiten Schritt liegt das Augenmerk auf der Literatur der BRD in den fünfziger Jahren und werden zentrale Werke, z.B. von Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen oder Günter Grass, analysiert. In einem dritten Schritt soll die Modernisierung und Politisierung der deutschen Literatur behandelt und Texte von Peter Weiss und Rolf Dieter Brinkmann, aber auch von Ilse Aichinger und Alexander Kluge behandelt werden. Ferner sollen Beispiele aus der Literatur der DDR, der Schweiz und aus Österreich vorgestellt werden. Die Vorlesung wird im Sommersemester die Jahre von 1945 bis 1972 in den Blick nehmen. Die Fortsetzung der Vorlesung im Wintersemester 2019/20 ist der deutschen Literatur von 1972 bis 1989 gewidmet.

Anmeldung: Standardverfahren. Die Anmeldung beginnt am Donnerstag, dem 21.02.2019, und endet am Freitag, dem 05.04.2019.

Teilnahmeschein durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur.

 

050536: Forschungsseminar zur literarischen Moderne

2 SWS, Dienstag 16-18 Uhr; GBCF 05/707

Das Forschungsseminar richtet sich vor allem an Studierende der Masterstudiengänge, die eine Forschungsarbeit zur literarischen Moderne verfassen oder eine schriftliche Abschlussarbeit zu einem Themengebiet der literarischen Moderne in Angriff nehmen wollen. Es bietet einerseits Gelegenheit laufende Projekte zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Andererseits dient das Forschungskolloquium zur Diskussion zentraler Theorie und Modelle der (literarischen) Moderne. Leitfaden und Bezugspunkt ist in diesem Semester Friedrich A. Kittler, Die Wahrheit der technischen Welt. Essays zur Genealogie der Gegenwart, hrsg. und mit einem Nachwort von Hans Ulrich Gumbrecht, Berlin: Suhrkamp 2013 (siehe auch https://www.suhrkamp.de/buecher/die_wahrheit_der_technischen_welt-friedrich_a_kittler_29673.html) Bitte besorgen Sie sich selbständig dieses Buch!

Weitere Texte und Materialien für das Kolloquium werden Ihnen rechtzeitig über die Plattform moodle zugänglich gemacht.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden. Themenabsprachen können bereits in den Feriensprechstunden erfolgen.

Anmeldung: Die Anzahl der Seminarplätze ist aufgrund der Größe des Raums GBCF 05/707 auf 20 beschränkt. Die Anmeldung zum Forschungsseminar erfolgt über das Zuteilungsverfahren.

Die Anmeldung beginnt am Donnerstag, dem 21.02.2019, und endet am Donnerstag, den 21.03.2019.

 

Lehrveranstaltungen WS 2018/19

050477: Vorlesung: Lyrik in der Moderne (2)

2 SWS, Donnerstag 10-12 Uhr, HGB 40

Die Vorlesung setzt den ersten Teil der Vorlesung „Lyrik in der Moderne (1)“ fort, der im Sommersemester 2018 stattfand. Der zweite Teil der Vorlesung ist als ein eigenständiger Teil konzipiert und setzt nicht voraus, dass Sie bereits den ersten Teil besucht haben. Die Vorlesung nimmt einzelne Gedichte, die u.a. von Rilke, Benn, Celan, Jandl, Mayröcker, Aichinger, aber auch aus der französischen und englischen Lyrik stammen, zum Ausgangspunkt, um verschiedene Lektüremodelle zu erproben und in literarische Epochen und Strömungen des 20. Jahrhunderts einzuführen. Sie verfolgt hierbei insbesondere den Wandel von lyrischen Formen, nimmt das Verhältnis von Lyrik, erzählender Literatur und Drama in den Blick und diskutiert das Wechselspiel von Lyrik und Mediengeschichte der Moderne. Texte und Materialien zur Vorlesung werden auf moodle bereitgestellt.

Anmeldung: Standardverfahren. Die Anmeldung endet am 19.10.2018. Teilnahmeschein durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur.

 

050519 Hauptseminar (BA): Gottfried Keller: Der grüne Heinrich

2 SWS, Mittwoch 10-12 Uhr; GABF 04/414

Das Seminar ist der Lektüre und Diskussion von Gottfried Kellers Roman Der grüne Heinrichgewidmet. Textgrundlage ist die erste Fassung von 1854/55. Das Seminar soll ausgewählte Modelle erproben, die eine Lektüre anleiten könnten: Kellers Romansoll als Bildungsroman, als Künstlerroman, als autobiographischer Roman, als „Roman aus Diskursen“ (W. Rohe) oder aus einer wissensgeschichtlichen Perspektive in den Blick genommen und die Vorzüge und Schwierigkeiten der verschiedenen Modellierungen diskutiert werden. Zur Vorbereitung ist die Lektüre der ersten Fassung des Romans erforderlich, die in zahlreichen günstigen Ausgaben vorliegt, u.a. bei Reclam, dtv, Insel-Taschenbuch oder im Taschenbuch des Deutschen Klassiker Verlags.

Online stehen Faksimiles der Erstausgaben, u.a. auf www.deutsches textarchiv.de, zur Verfügung. Bitte konsultieren Sie zur Vorbereitung auch die Website www.gottfriedkeller.ch.

Ergänzende Materialien werden auf der moodle-Plattform in elektronischer Form rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Einen Leistungsnachweis kann erwerben, wer nach Absprache mit dem Dozenten außer der aktiven Mitarbeit eine schriftliche Hausarbeit zu einem Seminarthema anfertigt oder eine mündliche Prüfung absolviert.

Anmeldung: Die Zahl der Plätze im Seminar ist auf 40 begrenzt. Die Anmeldung beginnt am 19.07.2018 und endet am 25.09.2018. Die Zuteilung der Plätze erfolgt durch das Losverfahren. Die Auslosung der Plätze erfolgt bis zum 01.10.2018. Die Zuteilung der Nachrückplätze erfolgt ebenfalls durch das Losverfahren. Im Losverfahren wird über eine Zufallszahl die Reihenfolge der Zuteilung ebenso bestimmt wie die Reihenfolge des möglichen Nachrückens.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Einen Leistungsnachweis kann erwerben, wer nach Absprache mit dem Dozenten außer der aktiven Mitarbeit eine schriftliche Hausarbeit zu einem Seminarthema anfertigt oder eine mündliche Prüfung absolviert.

 

050483: Grundkurs Neuere deutsche Literaturwissenschaft  

2 SWS, Mittwoch 8-10 Uhr; GABF 04/411

Der Grundkurs „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ führt ein in zentrale Gegenstandsbereiche des Faches. An exemplarischen Texten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart werden die vorgestellten Sachverhalte anschaulich gemacht; in der anschließenden gemeinsamen Erarbeitung bietet er StudienanfängerInnen die Gelegenheit, mündlich (und ggf. schriftlich) eigene Deutungsansätze zu entwickeln und das dazu erforderliche methodische Handwerkszeug zu erlernen: Textbeschreibung und -analyse, Formulieren literaturwissenschaftlicher Fragen und Argumente, poetologische, gattungs- und literaturgeschichtliche Einordnung literarischer Texte, Umgang mit Forschungsliteratur.

Die Modulprüfung im Grundkursmodul „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ besteht aus einer Abschlussklausur am Ende des Semesters. Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur ist die regelmäßige aktive Teilnahme an der Veranstaltung und die erfolgreiche Erbringung aller kleineren in der Veranstaltung verlangten schriftlichen Leistungen.

Zur Anschaffung empfohlen wird: Bendikt Jeßing, Ralph Köhnen, Einführung in die Neuere deutsche Literarturwissenschaft, 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage Stuttgart: J.B. Metzler, 2017

 

050538 Forschungsseminar zur literarischen Moderne

2 SWS, Donnerstag 14-16 Uhr; GBCF 05/707

Das Forschungsseminar richtet sich vor allem an Studierende der Masterstudiengänge, die eine Forschungsarbeit zur literarischen Moderne verfassen oder eine schriftliche Abschlussarbeit zu einem Themengebiet der literarischen Moderne in Angriff nehmen wollen. Es bietet einerseits Gelegenheit laufende Projekte zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Andererseits dient das Forschungskolloquium zur Diskussion zentraler Theorie und Modelle der (literarischen) Moderne. Leitfaden und Bezugspunkt ist in diesem Semester Alexander Kluge, Glückliche umstände, leihweise. Das Lesebuch, hrsg. von Thomas Combrink, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2008; siehe https://www.suhrkamp.de/buecher/glueckliche_umstaende_leihweise-alexander_kluge_46032.html?d_view=inhaltsverzeichnis. Bitte besorgen Sie sich selbständig dieses Buch!

Weitere Texte und Materialien für das Kolloquium werden Ihnen rechtzeitig über die Plattform moodle zugänglich gemacht.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden.

Anmeldung: Die Anmeldung zum Forschungskolloquium erfolgtnicht über eCampus/VSPL, sondern schriftlich per Email. Studierende, die am Forschungsseminar teilnehmen möchten und eine Prüfungsleistung anstreben, sind herzlich eingeladen, sich schriftlich per Email bis zum 17. April 2018 unter Angabe von Name, Matrikelnummer und Studiengang/Semesterzahl anzumelden bei armin.schaefer@rub.de und – im Cc – bei renate.kunze@rub.de.

Themenabsprachen können bereits in den Feriensprechstunden erfolgen.

 

050529 – Hauptseminar (MA): Mögliche Welten

Das Seminar findet am Donnerstag, den 25.10.2018, 18-20 Uhr, Freitag, den 11.01.2019, 12-16 Uhr sowie vom 06.-08.02.2018 als Blockveranstaltung statt. Die Veranstaltungsorte werden Anfang Oktober bekannt gegeben.

Der Begriff der möglichen Welt eröffnet sowohl eine literaturtheoretische Perspektive auf die Erzählliteratur als auch eine literaturgeschichtliche Beschreibung diegetischer Welten. Grundlage des Seminars sind ausgewählte literarische, philosophische und theoretische Texte, die in Auszügen zu lesen sind, sowie neuere Beiträge der literaturwissenschaftlichen Forschung. Die ausgewählten literarischen Beispiele stammen unter anderem von Baltasar Gracián (Das Kritikon), Daniel Casper von Lohenstein (Großmüthiger Feldherr Arminius) oder Jorge Luis Borges (Der Garten der Pfade, die sich verzweigen). In einem ersten Schritt fragt das Seminar nach literarischen Verfahren und textuellen Strategien, um mögliche Welten zu entwerfen und zu plausibilisieren. In den Blick genommen werden Praktiken der Verräumlichung, etwa die Bindung einer Welt an spezifische Orte (Insel, Garten, Schlachtfeld), rhetorische Techniken, wie sie sich z. B. über die Kategorien der enárgeia und verisimile beschreiben lassen, Strategien des Anfangens sowie die Rolle und Funktion der Paratexte. In einem zweiten Schritt sollen diese Beobachtungen vor dem Hintergrund grundlegender Differenzbestimmungen von Möglichkeit, Wirklichkeit und Wahrscheinlichkeit diskutiert (Aristoteles, Lehre vom Satz) und auf die Geschichte der Poetikbezogen werden. Ein dritter Schritt thematisiert die literarischen Verfahren und Strategien, auf die philosophische und kosmologische Anläufe zurückgreifen, um eine Vielzahl an Welten zu denken, zum Beispiel bei Giordano Bruno (Über das Unendliche, das Universum und die Welten)oder Gottfried Wilhelm Leibniz (Theodizee), und fragt danach, wie sich literarische Texte zu solchen Entwürfen verhalten. Ausgehend von diesen Überlegungen soll die Frage nach dem Verhältnis von Roman und (möglicher) Welt an Hans Blumenbergs Analysen historisch differenter Wirklichkeitsbegriffe und epochaler Dynamiken geschärft werden.

Die zu lesenden Texte und ergänzende Materialien werden auf der moodle-Plattform in elektronischer Form zur Verfügung gestellt.

Die erfolgreiche Teilnahme setzt voraus, dass Sie am 25.10.2018 und am 11.01.2019 anwesend sind.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Einen Leistungsnachweis kann erwerben, wer nach Absprache mit dem Dozenten außer der aktiven Mitarbeit eine schriftliche Hausarbeit zu einem Sem inarthema anfertigt oder eine mündliche Prüfung absolviert.

Anmeldung: Die Zahl der Plätze im Seminar ist auf 40 begrenzt. Die Anmeldung beginnt am 19.07.2018 und endet am 25.09.2018. Die Zuteilung der Plätze erfolgt durch das Losverfahren. Die Auslosung der Plätze erfolgt bis zum 01.10.2018. Die Zuteilung der Nachrückplätze erfolgt ebenfalls durch das Losverfahren. Im Losverfahren wird über eine Zufallszahl die Reihenfolge der Zuteilung ebenso bestimmt wie die Reihenfolge des möglichen Nachrückens.

 

Lehrveranstaltungen SoSe 2018

050475   Vorlesung: Lyrik in der Moderne (I)

2 st.   Do, 10-12 Uhr    HGB 20  Beginn:  19.04.18

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Lyrik in der Moderne. Sie nimmt einzelne Gedichte, die u.a. von Hugo von Hofmannsthal, Stefan George, Elke Lasker-Schüler, Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Bertholt Brecht, Paul Celan, aber auch aus der französischen und englischen Lyrik stammen, zum Ausgangspunkt,  um verschiedene Lektüremodelle zu erproben und in literarische Epochen und Strömungen wie Naturalismus, Symbolismus, Ästhetizismus und die historischen Avantgarden einzuführen. Sie verfolgt hierbei insbesondere den Wandel von lyrischen Formen und die Entstehung des Freien Verses, nimmt das Verhältnis von Lyrik, erzählender Literatur und Drama in den Blick und diskutiert das Wechselspiel von Lyrik und Mediengeschichte der Moderne. Texte und Materialien zur Vorlesung werden auf moodle bereitgestellt. Die Vorlesung wird im WS 2018/19 fortgesetzt.

Anmeldung: Standardverfahren. Die Anmeldung beginnt am 18.02.2018 und endet am 30.04.2018.

Teilnahmeschein durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur.

 

050520   Hauptseminar: Goethe als Naturwissenschaftler

2 st. Mo, 16-18 Uhr;      ID 03/653     Beginn:  16.04.18

Goethes Forschungen zur Naturwissenschaft sind mehr als nur eine Nebenbeschäftigung des Dichters. Das Seminar lenkt das Augenmerk auf Goethes vielfältige Forschungen zu Naturwissenschaften und verfolgt seine Arbeiten zur Botanik, Zoologie, Morphologie, zur Farbenlehre, zur Mineralogie, Geologie und Meteorologie sowie zur Theorie und Methodologie der Naturwissenschaften. Das Seminar nimmt sowohl Goethes Arbeitsweisen und Experimente als auch seine Darstellungsweisen und Publikationsstrategien in den Blick und fragt insbesondere nach dem Verhältnis von Wissenschaft, Wissensgeschichte und literarischen Verfahren. Grundlage des Seminars sind ausgewählte Texte Goethes, die in einer Reclam-Ausgabe zugänglich sind und die auch zur Anschaffung empfohlen wird: Johann Wolfgang Goethe, Schriften zur Naturwissenschaft. Auswahl, hrsg. von Michael Böhler, Stuttgart: Reclam, 1977 u. ö., siehe

https://www.reclam.de/detail/978-3-15-009866-0/Goethe Johann Wolfgang/Schriften zur Naturwissenschaft.

Auf der moodle-Plattform werden Ihnen weitere Texte als pdf-Dateien historischer Ausgaben sowie zusätzliche Materialien zur Verfügung gestellt.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Einen Leistungsnachweis kann erwerben, wer nach Absprache mit dem Dozenten außer der aktiven Mitarbeit eine schriftliche Hausarbeit zu einem Seminarthema anfertigt oder eine mündliche Prüfung absolviert.

Anmeldung: Die Zahl der Plätze im Seminar ist auf 35 begrenzt. Die Anmeldung beginnt am 18.02.2018 und endet am 18.03.2018. Die Zuteilung der Plätze erfolgt durch das Losverfahren. Die Auslosung der Plätze erfolgt bis zum 19.03.2018. Die Zuteilung der Nachrückplätze erfolgt ebenfalls durch das Losverfahren. Im Losverfahren wird über eine Zufallszahl die Reihenfolge der Zuteilung ebenso bestimmt wie die Reihenfolge des möglichen Nachrückens.

 

050481  Grundkurs Neuere deutsche Literaturwissenschaft

3 st.  Mi,  8-11.00 Uhr;   GBCF 04/516   Beginn:  18.04.18

Der Grundkurs „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ führt ein in zentrale Gegenstandsbereiche des Faches. An exemplarischen Texten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart werden die vorgestellten Sachverhalte veranschaulicht; in der anschließenden gemeinsamen Erarbeitung bietet er Studienanfängerinnen und Studienanfängern die Gelegenheit, mündlich (und ggf. schriftlich) eigene Deutungsansätze zu entwickeln und das dazu erforderliche methodische Handwerkszeug zu erlernen: Textbeschreibung und -analyse, Formulieren literaturwissenschaftlicher Fragen und Argumente, poetologische, gattungs- und literaturgeschichtliche Einordnung literarischer Texte, Umgang mit Forschungsliteratur.

Die Modulprüfung im Grundkursmodul „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ besteht aus einer Abschlussklausur am Ende des Semesters. Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur ist die regelmäßige aktive Teilnahme an der Veranstaltung und die erfolgreiche Erbringung kleinerer in der Veranstaltung verlangten Leistungen.

Zur Anschaffung empfohlen wird: Bendikt Jeßing, Ralph Köhnen, Einführung in die Neuere deutsche Literarturwissenschaft, 4. Auflage Stuttgart: J.B. Metzler, 2017.

 

050530   Forschungsseminar zur literarischen Moderne

2 st.  Do, 14-16 Uhr;  GBCF 04/358   Beginn:  19.04.18

Das Forschungsseminar richtet sich vor allem an Studierende der Masterstudiengänge, die eine Forschungsarbeit zur literarischen Moderne verfassen oder eine schriftliche Abschlussarbeit zu einem Themengebiet der literarischen Moderne in Angriff nehmen wollen. Es bietet einerseits Gelegenheit laufende Projekte zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Andererseits dient das Forschungskolloquium zur Diskussion zentraler Theorie und Modelle der (literarischen) Moderne. Leitfaden und Bezugspunkt ist in diesem Semester Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften, und zwar das Erste Buch (Kapitel 1 bis 123). Es können alle einschlägigen Ausgaben benutzt werden: bitte besorgen Sie sich selbständig das Buch!

Weitere Texte und Materialien für das Kolloquium werden Ihnen rechtzeitig über die Plattform moodle zugänglich gemacht.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden.

Anmeldung: Die Anmeldung zum Forschungskolloquium erfolgt nicht über VSPL, sondern schriftlich per Email. Studierende, die am Forschungsseminar teilnehmen möchten und eine  Prüfungsleistung anstreben, sind herzlich eingeladen, sich schriftlich per Email bis zum 17. April 2018 unter Angabe von Name, Matrikelnummer und Studiengang/Semesterzahl anzumelden bei armin.schaefer@rub.de und – im Cc – bei renate.kunze@rub.de. Gerne können Themenabsprachen bereits in den Feriensprechstunden erfolgen.

Lehrveranstaltungen WS 2017/18

050477  Vorlesung: Kleine Literaturen 

2 st.   Do, 10-12 Uhr    HZO 80  Beginn:  19.10.17

Die Vorlesung ist dem Konzept der „littérature mineure“ gewidmet, das Gilles Deleuze und Félix Guattari im Ausgang von Franz Kafka entwickelt haben. Kafka hat in seinen Tagebüchern ein „Schema zur Charakteristik kleiner Literaturen“ entworfen: Er fasst eine kleine Literatur nicht als die Literatur einer kleinen Sprache, sondern als die Literatur einer Minderheit, die sich einer großen Sprache bedient. Die Vorlesung wird zunächst am Beispiel von Kafka Briefen, Erzählungen und Romanen Kennzeichnen und Merkmale kleiner Literaturen nachzeichnen: Hierzu soll Kafkas intensiver Gebrauch der Sprache untersucht und diskutiert werden, inwiefern in seiner Literatur „alles politisch“ (Delueze/Guattrai) ist. Das Konzept der kleinen Literaturen soll sodann auf andere Beispiele übertragen und gefragt werden, wie eine kleine Literatur unter wechselnden sprachlichen, historischen und medialen Bedingungen funktioniert. Die Vorlesung behandelt voraussichtlich Texte u.a. von J.M.R. Lenz, Franz Kafka, Robert Walser, Paul Celan, Gherasim Luca, Samuel Beckett und Hubert Fichte. Zur Vorbereitung empfohlen: Gilles Deleuze, Félix Guattari, Kafka. Für eine kleine Literatur, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1976 (und öfter).

Anmeldung: Standardverfahren. Die Anmeldung beginnt am 04.08.2017 und endet am 13.10.2017.

Teilnahmeschein durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur

 

050518  Hauptseminar: Daniel Casper von Lohenstein: Trauerspiele (FNZ)

2 st. Di, 16-18 Uhr;      ID 03/471     Beginn:  17.10.17

Das Seminar ist den Trauerspielen des schlesischen Dichters Daniel Casper von Lohenstein gewidmet. Auf der Grundlage ausgewählter Beiträge der Forschung sollen in einem ersten Schritt die historischen Voraussetzungen und lokalen Bedingungen der Trauerspiele nachgezeichnet, das Verhältnis von Poetik und barockem Trauerspiel diskutiert und die Situation der Aufführung in den Blick genommen werden. In einem zweiten Schritte sollen Themen und Verfahren der Stücke erschlossen werden: Hierbei soll das Augenmerk sowohl auf die rhetorische Organisation der Texte und den Auftritt der Rede als auch auf die Verarbeitung von Klugheitslehren, Hofmannstraktaten, Machiavellismus und der translatio imperii gelenkt werden. In einem dritten Schritt sollen das Verhältnis von Sexualität und Macht, Genderaspekte (insbesondere die Rolle und Stellung der Herrscherin) und die Konzeptualisierung von Alterität (insbesondere der Orientalismus) beleuchtet werden. Das Seminar behandelt die Trauerspiele Ibrahim Sultan, Cleopatra, Agrippina, Epicharis, Ibrahim Sultan, Sophonisbe.

Bitte lesen Sie zur Vorbereitung folgende Texte, die in Reclam-Ausgaben zugänglich sind und auch zur Anschaffung empfohlen werden: Daniel Casper von Lohenstein, Cleopatra (https://www.reclam.de/detail/978-3-15-018548-3/Lohenstein__Daniel_Casper_von/Cleopatra); Daniel Casper von Lohenstein, Sophonisbe (https://www.reclam.de/detail/978-3-15-008394-9/Lohenstein__Daniel_Casper_von/Sophonisbe)

Auf der Plattform werden Ihnen weitere Texte als pdf-Dateien historischer Ausgaben sowie zusätzliche Materialien zur Verfügung gestellt.

Bitte beachten Sie: Das Seminar setzt voraus, dass Sie Texte in sog. Frakturschrift lesen können!

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Einen Leistungsnachweis kann erwerben, wer nach Absprache mit dem Dozenten außer der aktiven Mitarbeit eine schriftliche Hausarbeit zu einem Seminarthema anfertigt oder eine mündliche Prüfung absolviert.

Anmeldung: Die Zahl der Plätze im Seminar ist auf 30 begrenzt. Die Anmeldung beginnt am 04.08.2017 und endet am 24.09.2017. Die Zuteilung der Plätze erfolgt durch das Losverfahren. Die Auslosung der Plätze erfolgt bis zum 29.09.2017. Die Zuteilung der Nachrückplätze erfolgt ebenfalls durch das Losverfahren. Im Losverfahren wird über eine Zufallszahl die Reihenfolge der Zuteilung ebenso bestimmt wie die Reihenfolge des möglichen Nachrückens.

 

050483  Grundkurs Neuere deutsche Literaturwissenschaft

3st. Mi,  08:00 – 10:45   GABF 04/414    Beginn: 18.10.17 

Der Grundkurs „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ führt ein in zentrale Gegenstandsbereiche des Faches. An exemplarischen Texten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart werden die vorgestellten Sachverhalte anschaulich gemacht; in der anschließenden gemeinsamen Erarbeitung bietet er Studien-anfängerInnen die Gelegenheit, mündlich (und ggf. schriftlich) eigene Deutungsansätze zu entwickeln und das dazu erforderliche methodische Handwerkszeug zu erlernen: Textbeschreibung und -analyse, Formulieren literaturwissenschaftlicher Fragen und Argumente, poetologische, gattungs- und literaturgeschichtliche Einordnung literarischer Texte, Umgang mit Forschungsliteratur.

Die Modulprüfung im Grundkursmodul „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ besteht aus einer Abschlussklausur am Ende des Semesters. Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur ist die regelmäßige aktive Teilnahme an der Veranstaltung und die erfolgreiche Erbringung aller kleineren in der Veranstaltung verlangten schriftlichen Leistungen.

Zur Anschaffung empfohlen wird: Bendikt Jeßing, Ralph Köhnen, Einführung in die Neuere deutsche Literarturwissenschaft, 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage Stuttgart: J.B. Metzler, 2012.

 

050535  Forschungsseminar zur literarischen Moderne

2st. Do, 14:00 – 16:00   GBCF 05/707   Beginn:  19.10.17

Das Forschungsseminar richtet sich vor allem an Studierende, die eine schriftliche Abschlussarbeit zu einem Themengebiet der literarischen Moderne in Angriff genommen haben. Es bietet einerseits Gelegenheit laufende Projekte zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Insbesondere dient es dem Austausch der Studierenden. Andererseits dient das Forschungskolloquium zur Diskussion zentraler Theorie und Modelle der (literarischen) Moderne. Als Leitfaden und Bezugspunkt dient uns in diesem Semester: Theodor W. Adorno, Noten zur Literatur, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2003 (http://www.suhrkamp.de/buecher/gesammelte_schriften_in_baenden-theodor_w_adorno_29311.html) Bitte besorgen Sie sich selbständig dieses Buch!

Weitere Texte und Materialien für das Kolloquium werden Ihnen rechtzeitig über die Plattform moodle zugänglich gemacht.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden.

Anmeldung: Die Anmeldung zum Forschungskolloquium erfolgt schriftlich per Email. Studierende, die eine entsprechende Prüfungsleistung anstreben, sind herzlich eingeladen, sich schriftlich per Email bis zum 5. Oktober 2017 anzumelden bei armin.schaefer@rub.de und – im Cc – bei renate.kunze@rub.de.

 

Lehrveranstaltungen SoSe 2017

050477  Vorlesung: Fabulieren  

Do, 10:00 – 12:00   HGB 10    Beginn:  27.04.17

Die Vorlesung ist dem Fabulieren gewidmet, das unter ausgewählten historischen und systematischen Aspekten als eine spezifische Weise des Erzählens diskutiert wird. In einem ersten Schritt wird die Vorlesung die gegensätzlichen Einschätzungen und Bewertungen vorstellen, die das Fabulieren erfahren hat: Einerseits wurde es als ein spezifisches Vermögen zur Fiktionsbildung hochgeschätzt, über das vor allem Dichter und Kinder zu verfügen schienen. Andererseits wurde dem Fabulieren eine Geringschätzung entgegengebracht: Es sei ein assoziatives Erzählen, das Prinzipien der chronologischen Ordnung, Kausalität und Kohärenz aufkündige und die Sinnstiftung des Erzählens bedrohe. Vor diesem Hintergrund wird in einem zweiten Schritt gefragt, von welchen Modelle des Erzählens solche Einschätzungen und Bewertungen des Fabulierens getragen werden. Hierzu werden anthropologische, philosophische psychologische und narratologische Konzepte diskutiert, die dem Fabulieren jeweils spezifische Funktionen zuweisen und es gegenüber dem Erzählen abgrenzen. In einem dritten Schritt wird es um die Stellung des Fabulierens in einer Geschichte literarischer Gattungen und Genres (Satire, Märchen, Voyages Imaginaires, Science-Fiction) und um das Verhältnis des Fabulierens zu verschiedenen Erzählverfahren (innerer Monolog, stream of consciousness, erlebte Rede) gehen. Schließlich sollen ausgewählte Beispiele fabulierender Texte untersucht und ihre Verfahren und Strukturen (Variation, Wiederholung, Serialisierung, Reihenbildung usw.) in den Blick genommen werden.

Die Vorlesung behandelt voraussichtlich literarische und theoretische Texte u.a. von Goethe, Jean Paul, Jules Verne, Henri Bergson, Alfred Döblin, Georges Perec, Gilles Deleuze.

Teilnahmeschein durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur.

050512  Hauptseminar: Nacherzählen

Mi, 10:00 – 12:00   ID 03/471    Beginn:  26.04.17

Das Nacherzählen ist eine allgemein verbreitete Kulturtechnik, die bereits im Schulunterricht eingeübt wird. Das Seminar soll die vermeintliche Selbstverständlichkeit des Nacherzählens aus literaturtheoretischer, narratologischer und historischer Perspektive hinterfragen. In einem ersten Schritt sollen Merkmale und Kennzeichen dieser Kulturtechnik bestimmt werden: Was unterscheidet die Nacherzählung von Inhaltsangabe, Zusammenfassung, Kommentar, Besprechung und anderen Formen einer „Literatur auf der zweiten Stufe“ (Genette)? Die typischen Operationen des Nacherzählens sollen dann in einem zweiten Schritt in narratologischer Hinsicht analysiert und insbesondere in den Blick genommen werden, wie das Nacherzählen verschiedener Gattungen und Genres funktioniert und es wie mediale Differenzen überbrückt. In einem dritten Schritt soll schließlich eine kleine Geschichte des Nacherzählens nachgezeichnet werden und das Augenmerk auf Rolle und Funktion des Nacherzählens in verschiedenen Diskursen und Praktiken wie Pädagogik und Psychiatrie, Schulunterricht und Testverfahren gelenkt werden.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Einen Leistungsnachweis kann erwerben, wer nach Absprache mit dem Dozenten außer einem Referat eine schriftliche Hausarbeit zu einem Seminarthema anfertigt oder eine mündliche Prüfung absolviert.

Bitte lesen Sie zur Vorbereitung: Gérard Genette, Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1993. Weitere Materialien werden rechtzeitig über die Plattform moodle bereitgestellt.

Die Anzahl der Plätze im Seminar ist beschränkt. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt über VSPL; die Zuteilung der Seminarplätze durch das Losverfahren.

050483  Grundkurs: Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Di, 8:00 – 11:00   GABF 04/414    Beginn:  25.04.17

Der Grundkurs „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ führt ein in zentrale Gegenstandsbereiche des Faches. An exemplarischen Texten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart werden die vorgestellten Sachverhalte veranschaulicht; in der anschließenden gemeinsamen Erarbeitung bietet er Studienanfängerinnen und Studienanfängern die Gelegenheit, mündlich (und ggf. schriftlich) eigene Deutungsansätze zu entwickeln und das dazu erforderliche methodische Handwerkszeug zu erlernen: Textbeschreibung und -analyse, Formulieren literaturwissenschaftlicher Fragen und Argumente, poetologische, gattungs- und literaturgeschichtliche Einordnung literarischer Texte, Umgang mit Forschungsliteratur.

Die Modulprüfung im Grundkursmodul „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ besteht aus einer Abschlussklausur am Ende des Semesters. Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur ist die regelmäßige aktive Teilnahme an der Veranstaltung und die erfolgreiche Erbringung kleinerer in der Veranstaltung verlangten Leistungen.

Zur Anschaffung empfohlen wird: Bendikt Jeßing, Ralph Köhnen, Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft, 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage Stuttgart: J.B. Metzler, 2012.

 

050530  Kolloquium: Forschungskolloquium zur literarischen Moderne

Do, 14:00 – 16:00   GBCF 05/707    Beginn:  27.04.17

Das Forschungsseminar richtet sich vor allem an Studierende, die eine schriftliche Abschlussarbeit oder eine mündliche Abschlussprüfung zu einem Themengebiet der literarischen Moderne in Angriff genommen haben. Es bietet einerseits Gelegenheit laufende Projekte zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Insbesondere dient es dem Austausch der Studierenden. Andererseits dient das Forschungskolloquium zur Diskussion neuerer Forschungen zur Theorie und Geschichte der (literarischen) Moderne. Am Leitfaden von Isabelle Stengers, Cosmospolitiques, 2. Bde, Paris: Éditions La Découverte, 2003 bzw. dies., Cosmopolitics, 2 Bde., Minneapolis, London: University of Minnesota Press, 2010, 2011 wollen wir diskutieren, wie eine „Poetologie des Wissens“ weiter zu entwickeln wäre.

Texte und Materialien für das Kolloquium werden Ihnen rechtzeitig über die Plattform moodle zugänglich gemacht.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden.

Die Anmeldung zum Forschungskolloquium erfolgt schriftlich per Email. Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs sowie Promovendinnen und Promovenden, die eine entsprechende Prüfungsleistung anstreben, sind herzlich eingeladen, sich schriftlich per Email bis zum 22. April 2017 anzumelden (armin.schaefer@rub.de)

Lehrveranstaltungen WS 2016/17

050476  Vorlesung: Fälschungen

Do, 10:00 – 12:00   HGB 20 Beginn:27.10.16

Die Vorlesung behandelt einerseits in historischer und systematischer Perspektive literarische Texte, in denen Fälschungen thematisch werden. Andererseits wird diskutiert, inwiefern literarische Texte selbst als Fälschungen zu begreifen sind. Diese doppelte Perspektive soll durch eine Erörterung theoretischer Konzepte und historische Sondierungen begleitet werden: Was als Fälschung gilt oder als falsch bzw. gefälscht bewertet wird, ist von Konzepten wie Original, Echtheit oder Authentizität nicht abzulösen, die ihrerseits einem historischen Wandel unterliegen. In der Vorlesung soll in einem ersten Schritt, ausgehend von den Konzepten der Mimesis und der Imitatio, nachgezeichnet werden, wie Nachahmung, Fiktion, Schein oder Illusion in den Poetiken sowie den Theorien der Ästhetik eingehegt wurden, um ihr vermeintlich bedrohliches Potential zu zähmen. In einem zweiten Schritt soll die Koevolution von Konzepten der Fälschung und Konzepten der Autorschaft, Werkherrschaft und literarischen Fiktion in den Blick genommen werden. Insbesondere soll diskutiert werden, wie Fälschungen die Techniken der Authentifizierung herausfordern. Hierbei kommen literarische Strategien ins Spiel, die das Verständnis, was ein Genie und was ein Epigone sei, ebenso betreffen wie die Mediengeschichte der Literatur. In einem dritten Schritt sollen vor allem literarischer Texte, die ein fälschendes Erzählen erfinden, im Mittelpunkt stehen. Es geht um literarische Texte des 20. und 21.Jahrhunderts, die einen Sinn für historischen Möglichkeiten entwickeln, unentscheidbare Alternativen zwischen gleichwertigen Ansichten schaffen oder aber ihre eigenen Gegenstände erzeugen, transformieren und zerstören und die nicht zuletzt den Optimismus aufkündigen, dass man mithilfe des gesunden Menschenverstands die Welt erkennen, einteilen und ordnen könne. Diese literarischen Fälschungen situieren die Probleme des Erzählens und Schreibens dort, wo einfach geschnittenen Theorien der Literatur gar kein Problem sahen: Wie kann die Literatur immer wieder aufs Neue schöpferische Kräfte freisetzen?

Die Vorlesung behandelt voraussichtlich Texte bzw. Filme u.a. von James McPherson/Ossian, Jean Paul, Charles Baudelaire, Herman Melville, Henry James, Alain Robbe-Grillet, Orson Welles, Wolfgang Hildesheimer, Binjamin Wilkomirski.  Teilnahmeschein durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur.    

050527 Hauptseminar: Adalbert Stifter, Erzählungen

Di, 10:00 – 12:00    GBCF 04/516   Beginn: 25.10.16                     

Das Seminar ist der Analyse und Interpretation ausgewählter Erzählungen von Adalbert Stifter gewidmet. Es verfolgt das Ziel sowohl einen Überblick über Stifters Verfahren, Motive, Themen und literarische Strategien zu erarbeiten als auch vor dem Hintergrund der Werkbiographie zu rekonstruieren, welche Stellung die Erzählungen in der Literaturgeschichte innehaben. Das Seminar bietet Gelegenheit zur Diskussion von Lektüremodellen, die von der Hermeneutik, Sozialgeschichte, Diskursanalyse, Dekonstruktion und Mediengeschichte ausgehen, sowie zur Erprobung des Instrumentariums der Erzählanalyse nach Gérard Genette. Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Ordnungen von Familie und Begehren, der Rolle und Funktion des naturwissenschaftlichen Wissens sowie den pädagogischen und ästhetischen Konzepten, die Stifters Erzählungen verhandeln. Gegenstände sind unter anderem die Erzählungen „Der Condor“, „Die Mappe meines Urgroßvaters“, „Der Hochwald“, „Abdias“, „Die Narrenburg“, „Brigitta“, „Katzensilber“, „Nachkommenschaften“, „Der Kuss von Sentze“, „Der fromme Spruch“, „Aus dem bairischen Walde“

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Einen Leistungsnachweis kann erwerben, wer nach Absprache mit dem Dozenten außer einem Referat eine schriftliche Hausarbeit zu einem Seminarthema anfertigt oder eine mündliche Prüfung absolviert.

Die Anzahl der Plätze im Seminar ist beschränkt. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt über VSPL; die Zuteilung der Seminarplätze durch das Losverfahren.

Es besteht nicht die Möglichkeit zu einer selbstständigen Forschungsleistung (Independent Studies gemäß § 8 Abs. 4 der Studienordnung). Studierende im M.A. können in diesem Hauptseminar einen Leistungsnachweis erwerben!

050482 Grundkurs Neuere deutsche Literaturwissenschaft

 Mi, 08:00 – 11:00   GABF 04/414   Beginn: 26.10.16

Der Grundkurs „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ führt ein in zentrale Gegenstandsbereiche des Faches. An exemplarischen Texten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart werden die vorgestellten Sachverhalte anschaulich gemacht; in der anschließenden gemeinsamen Erarbeitung bietet er Studien-anfängerInnen die Gelegenheit, mündlich (und ggf. schriftlich) eigene Deutungsansätze zu entwickeln und das dazu erforderliche methodische Handwerkszeug zu erlernen: Textbeschreibung und -analyse, Formulieren literaturwissenschaftlicher Fragen und Argumente, poetologische, gattungs- und literaturgeschichtliche Einordnung literarischer Texte, Umgang mit Forschungsliteratur. Die Modulprüfung im Grundkursmodul „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ besteht aus einer Abschlussklausur am Ende des Semesters. Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur ist die regelmäßige aktive Teilnahme an der Veranstaltung und die erfolgreiche Erbringung aller kleineren in der Veranstaltung verlangten schriftlichen Leistungen.

50534 Forschungskolloquium zur literarischen Moderne

Do, 14:00 – 16:00   GBCF 05/707   Beginn:  27.10.16

Das Forschungskolloquium richtet sich an Studierende, die eine schriftliche Abschlussarbeit zu einem Themengebiet der literarischen Moderne in Angriff genommen haben. Es bietet einerseits Gelegenheit laufende Abschlussarbeiten zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Insbesondere dient es dem Austausch der Studierenden. Andererseits dient das Forschungskolloquium zur Diskussion neuer Forschungen zur Theorie und Geschichte der (literarischen) Moderne. Am Leitfaden von Isabelle Stengers, Cosmospolitiques, 2. Bde, Paris: Éditions La Découverte, 2003 bzw. dies., Cosmopolitics, 2 Bde., Minneapolis, London: University of Minnesota Press, 2010, 2011 wollen wir diskutieren, wie eine „Poetologie des Wissens“ weiter zu entwickeln wäre. Texte und Materialien für das Kolloquium werden Ihnen rechtzeitig über die Plattform moodle zugänglich gemacht.

Grundlage für einen Teilnahmenachweis ist die aktive Mitarbeit. Leistungsnachweise können nach Absprache mit dem Dozenten erworben werden.

Die Anzahl der Plätze im Kolloquium ist beschränkt. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt schriftlich per Email. Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs sowie Promovendinnen und Promovenden, die eine entsprechende Prüfungsleistung anstreben, sind herzlich eingeladen, sich schriftlich per Email bis zum 22. Oktober anzumelden (armin.schaefer@rub.de). Bitte attachieren Sie Ihrer Mail ein Exposé Ihres Vorhabens.

050539 Oberseminar  Hermes: Michel Serres und das Wissen

Di, 18:00 – 20:00  GB 4/131    Beginn: 25.10.16    Risthaus, Schneider, Schäfer, Niehaus

Das Kolloquium, das für interessierte Studierende genauso offen steht, wie für Doktoranden und Habiltanden, geht von Texten des französischen Philosophen Michel Serres aus, die nach Grundlagen, Voraussetzungen und Bedingungen einer von Medien und Wissen-schaften geprägten Welt fragen. Serres hat Begriffe und Konzepte geschaffen, die für einkulturwissenschaftliches Verständnis dessen, was Kommunikation ist und wie sie funktioniert, was wissenschaft-liches Wissen leistet, welchen Status Subjekt und Objekt besitzen oder was es heißt, irgendwo anzufangen und sich zu orientieren, von großer Relevanz sind. In seiner philosophischen Arbeit nehmen literarische Texte eine zentrale Stellung ein, aber auch der Mythos und die Malerei sind Gegenstände seiner Ausführungen.

Serres eröffnet in seinen Lektüren literarischer Texte einerseits überraschende und neue Perspektive auf klassische Problem-stellungen der Philosophie. Andererseits entziffert er in literarischen Texten Modellierungen des Anfangen, der Kommunikation, der Wissenschaften, der sinnlichen Erfahrung und des Parasitären. Die Veranstaltung wird Texte Serres behandeln, die von den Veranstal-tern und den Teilnehmern vorgeschlagen werden.

Jede Sitzung wird durch einen Kurzvortrag eingeleitet, um in die Diskussion der Texte hineinzugelangen.

Bitte melden Sie sich zunächst per Mail bei einem der Veranstalter an.