„Huge Scheppel“

Im Umkreis der Elisabeth von Lothringen und Nassau-Saarbrücken wurden in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts vier französische Chanson de geste aus der traditionellen Versform in deutsche Prosa übertragen. Herzog Herpin, Königin Sibille, Loher und Maller und Huge Scheppel stellen ein wichtiges Bindeglied zwischen der gereimten Großepik des Mittelalters und dem frühneuzeitlichen Roman dar, wurden jedoch in der Forschung – wohl aufgrund der spärlichen Editionslage – bislang wenig berücksichtigt. Die beiden umfangreichen Prosaepen Herzog Herpin und Loher und Maller wurden im Rahmen eines von der DFG geförderten Gemeinschaftsprojektes zwischen 2010 und 2013 an der Ruhr-Universität Bochum unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Bastert (Herzog Herpin) und der Universität Potsdam unter der Leitung von Prof. Dr. Ute von Bloh (Loher und Maller) kritisch ediert. Diese Ausgaben stellen die beiden Prosaepen in ihrer historisch überlieferten, aber zugleich in einer benutzerfreundlichen Gestalt (Variantenapparat sowie Lese- und Verständnishilfen) zur Verfügung.

 

  • Loher und Maller. Kritische Edition eines spätmittelalterlichen Prosaepos. Hg. von Ute von Bloh unter Mitarbeit von Silke Winst  Berlin 2013 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 50).

 

 

  • Herzog Herpin. Kritische Edition eines spätmittelalterlichen Prosaepos. Hg. von Bernd Bastert unter Mitarbeit von Bianca Häberlein, Lina Herz und Rabea Kohnen. Berlin 2014 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 51).

 

 


Seit 2013 wurden in einem von der DFG geförderten Fortsetzungsprojekt beide Texte kommentiert und materialphilologisch erschlossen.

 

  • Loher und Maller • Herzog Herpin. Kommentar und Erschließung. Hg. von Ute von Bloh und Bernd Baster unter Mitarbeit von Silke Winst und Lina Herz. Berlin 2017 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 55).

Aktuell:

Im Anschluss an diese Kommentierung erfolgte ab Sommer 2015 bis dato in einem ebenfalls von der DFG geförderten Neuprojekt die Erstellung einer kritischen Edition des Huge Scheppel und dessen Kommentierung an der Ruhr-Universität Bochum. Die Arbeiten an der Königin Sibille an der Universität Potsdam sind nahezu abgeschlossen, sodass mit Abschluss dieses letzten Projektzeitraums  der gesamte Zyklus kritisch erschlossen sein wird.


Weitere Informationen unter: Elisabeth-Portal