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Forschungsschwerpunkt „Medienanthropologie“

Das „Center for Anthropoietic Studies“ dient u.a. als Forum zum Ausbau und zur fakultätsübergreifenden Vernetzung des Forschungsschwerpunkts „Medienanthropologie“ an der Fakultät für Philologie. Dieser Forschungsschwerpunkt bündelt Projekte zur Erforschung der Genealogie und Verbreitung anthropologischen Wissens und seiner symbolischen Repräsentationsformen. Aktuell kooperieren in diesem Rahmen die fakultätsübergreifende Mercator Research Group 2 „Räume des anthropologischen Wissens“ mit einem Mercur-Promotionskolleg zur Erforschung von „Fallgeschichten“ an den Ruhr-Universitäten Bochum, Duisburg/Essen und Dortmund sowie Einzelprojekte zur Aufzeichnungen der menschlichen Stimme.

Daneben befinden sich weitere Projektinitiativen in Planung, die aus medienwissenschaftlicher Perspektive der Frage gelten, auf welche Weise und mit welchen Folgen als human geltende Eigenschaften wie z.B. Affekte, Gesten oder Sprache von verschiedenen Medien geformt und bedingt werden. Aus literaturwissenschaftlicher Perspektive soll weiter untersucht werden, wie unterschiedliche Textsorten, Kommunikationsstrukturen und Aufzeichnungstechniken historische und gegenwärtige Beobachtungen des Menschen codieren, narrativ ausgestalten bzw. von der medialen Eigenlogik der jeweiligen Aufzeichnungsverfahren und Arbeitstechniken mitgeschrieben werden. Der Forschungsschwerpunkt „Medienanthropologie“ stellt aber nicht allein Fragen nach Repräsentationsweisen und Diskursivierungen des Humanen, sondern widmet sich darüber hinaus der Frage, welche Medientechniken konkret an der Formierung des Menschen beteiligt sind. Das betrifft auch die Frage, wie solche Techniken die Beziehungen des Menschen zum Nicht-Menschlichen prägen und also das aufstrebende Feld der Medienökologie.