Prof. Dr. Manfred Eikelmann» Forschung und Forschungsprojekte

Forschung und Forschungsprojekte

Forschungsschwerpunkte
Projekte
 


 

Forschungsschwerpunkte

 

Entsprechend seiner Denomination betreffen die Forschungen des Lehrstuhls die deutsche Literatur des Mittelalters im europäischen Kontext. In diesem Rahmen stehen das Verhältnis von Latein und Deutsch sowie die romanisch-deutschen Literaturbeziehungen im Mittelpunkt und bilden dabei eine wesentliche Grundlage für jeweils spezifisch fokussierte Forschungsprojekte.  

  •  Höfischer Minnesang und Roman
  •  Literarische Kleinformen
  •  Antikenübersetzungen und Antikerezeption
  •  Historische Semantik
         – Wort-, Begriffs-, Wissensgeschichte
  •  Materialität und Medialität von Literatur
         – Layout und paratextuelles Beiwerk
         – Text-Bild-Beziehungen
         – Übergange zwischen Handschrift und Druck
  •  Kulturelle Kontextualisierung der Literatur
         – Kulturelle und mediale Transferprozesse
         – Literatur und anthropologisches Wissen
 

Projekte

 

Drittmittelprojekte der letzten fünf Jahre

2013-2019: DFG-Projekt 'Klassiker im Kontext'

Zur Funktionsweise medialer Transferprozesse am Beispiel frühneuzeitlicher Klassikerverdeutschungen (ca. 1460/70 bis ca. 1580/1600) [Projektdetails hier]

 

2019

Sammeln als literarische Praxis im Mittelalter und früher Neuzeit. Internationale Tagung mit Nachwuchsworkshop, Ascona (Schweiz), 26.-30. August. In Zusammenarbeit mit M. Chinca (Cambridge, UK), M. Stolz (Bern), C. Young (Cambridge, UK)  (Fritz Thyssen Stiftung, Schweizerischer Nationalfonds, Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften)

 

2015

Geschichte Erzählen. Strategien der Narrativierung von Vergangenheit in der deutschen Literatur des Mittelalters. Internationale Tagung, Manchester, 6.-10. September. In Zusammenarbeit mit S. Bowden (London), M. Stolz (Bern), S. Mossman (Manchester) (Fritz Thyssen Stiftung)

 

laufende Projekte

'Konrad Humerys 'Tröstung der Weisheit'. Kritische Edition einer spätmittelalterlichen deutschen Übersetzung der 'Consolatio Philosophiae' des Boethius (mit Begriffsglossar)'

Der Mainzer Jurist und Diplomat Konrad Humery hat in den Jahren vor 1467 die Consolatio Philosophiae des Boethius erstmals für ein breites Laienpublikum verdeutscht. Verglichen mit den anderen Übersetzungen der berühmten spätantiken Trostschrift zeichnet sich sein Werk markant durch den engen Autorbezug und die Form einer ‚frei’ bearbeitenden Prosaauflösung aus, wie sie in der romanischen Literatur zwar häufig begegnet, im Deutschen jedoch singulär ist. Im Projekt soll eine Edition nach dem Leithandschriftenprinzip auf Grundlage der Berliner Humery-Handschrift b entstehen. Dabei werden die erhaltenen Textzeugen neu beschrieben und in ihrem Verhältnis bewertet. Textgestaltung, Apparate und Anmerkungsteil sollen dem Benutzer neben der Textvarianz die differierende Einrichtung der Handschriften vor Augen führen sowie den Vergleich mit dem lateinischen Grundtext und den zeitgenössischen deutschen Übersetzungen ermöglichen. Ein Glossar wird den theologischen, philosophischen und politischen Begriffswortschatz der Übersetzung erschließen. [Antrag in Vorbereitung]

 

Poetiken des Sammelns. Modelle literarischer Produktion in historischer und systematischer Perspektive

Die Verbundinitiative hat das Ziel, erstmals systematisch die ‚poietische‘ Dimension und das reflexive Potential von Sammelpraktiken und Sammlungen in der Literatur zu untersuchen. Die Ausgangsbeobachtung ist, dass textkonstituierendes Sammeln als Anlass und Metapher, als Moment autoreflexiver Selbstthematisierung und als (behauptete) Praxis signifikant häufig mit poetischen und metapoetischen Sinnbildungen verbunden ist. Dabei tritt das Sammeln in seinen historisch verschiedenen Semantisierungen als eine Denkfigur hervor, die in Aushandlungen mit vorhandenen Poetiken die Produktion von Literatur prägt und distinkte Konzepte von Textualität hervorbringt. In diesem Rahmen sollen Prozesse des literarischen Sammelns von der Antike bis in die Postmoderne in den Blick genommen werden, um unterschiedliche Aspekte und verschiedene Phänomene dieses Problemfelds in Fallstudien zu literatur-, medien- und wissenshistorisch exemplarischen Werken und Werkgruppen zu erörtern und auf die gemeinsame Frage nach den Literatur und Sammeln verbindenden Poetiken auszurichten. Dies soll unter Beteiligung verschiedener Philologien* sowie in Auseinandersetzung mit neueren kulturwissenschaftlichen Ansätzen zum Sammeln geschehen. Insgesamt will das Projekt einen historisch wie systematisch ausgerichteten Beitrag zur Konzeptualisierung, Begrifflichkeit und Theoretisierung des literarischen Sammelns leisten. [in Antragsstellung]

*Beteiligt sind die Fächer Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, Anglistik, Germanistik, Klassische Philologie (Gräzistik, Latinistik), Romanistik und Slavistik.

Projektsprecher: Manfred Eikelmann und Prof. Manuel Baumbach (Klass. Philologie)

 

abgeschlossene Projekte

DFG-Projekt 'Klassiker im Kontext'

Zur Funktionsweise medialer Transferprozesse am Beispiel frühneuzeitlicher Klassikerverdeutschungen (ca. 1460/70 bis ca. 1580/1600) [Projektdetails hier]

 
DFG-Projekt 'Literarische Kleinstformen pragmatischer Schriftlichkeit'

Sentenzverwendung im mittelhochdeutschen höfischen Roman des 12. und 13. Jahrhunderts [Projektdetails hier]