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Dr. Björn Weyand

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Sprechstunde im WiSe 2022 
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Publikationen, teilweise zum Download, auf academia.edu.

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Neuerscheinung zur ‚Berliner Moderne‘ im Frühjahr 2022

Edmund Edel
Berlin W. Ein paar Kapitel von der Oberfläche

Herausgegeben von Björn Weyand.
Berlin 2022: Quintus.

»Berlin W. Draußen, wo die Protzenburgen des Geldes den Kurfürstendamm säumen, wo die ›Jugendstil‹-Architekturen des ›bayerischen Viertels‹ sich in maßlosen Geschmacksverirrungen gefallen, da draußen, wo das Geld rollt, die Dienstmädchen weiße Häubchen tragen und die ›Herren‹ Portiers auf hochherrschaftliche Ordnung halten, und wo Berlin eigentlich Charlottenburg, Schöneberg oder Wilmersdorf ist, da draußen liegt Berlin W.«

Rund um den Kurfürstendamm lässt sich um 1900 eine neureiche Gesellschaft in komfortabel ausgestatteten Behausungen nieder. Demonstrativer Konsum gehört hier zum guten Ton. Die richtigen Möbel, das richtige Porzellan, die richtigen Reiseziele und Sommerfrischen, die richtigen Freizeitbeschäftigungen und die richtige Kunst und Literatur – alles unterliegt dem Spiel der Mode. Edmund Edel beschreibt dieses Treiben an der Oberfläche mit der soziologischen Treffsicherheit eines Georg Simmel, dem großen Denker des großstädtischen Geisteslebens, der wie Edel selbst Bewohner von Berlin W. war, und mit feinsinnigem, bösem und zugleich liebevollem Humor. Seine Satire Berlin W. Ein paar Kapitel von der Oberfläche, 1906 erstmals erschienen, eröffnet das Panorama einer im Luxus schwelgenden Gesellschaft der Jahrhundertwende und gibt Einblick in die Anfänge der modernen Konsumkultur.

Die Neuausgabe ist zugleich Auftakt zu einer Edmund-Edel-Werkausgabe.

Ein Gespräch über das Buch gibt es auf Deutschlandfunk in der Sendung Büchermarkt vom 30.06.2022, moderiert von Wiebke Porombka.

 

„Tanzgesellschaften, Zoo-Besuche, Spaziergänge und Flirts – das alles schildert Edel in kurzweiligen Kapiteln. Eine Zeitreise zum Beginn des 20. Jahrhunderts, bei dem der sentimentale Leser ganz wehmütig wird.“ Oliver Ohmann in der B. Z. Berlin vom 21. April 2022

Es macht „Spaß, ein gut gebundenes Buch in der Hand zu halten, im Text hin und her zu blättern und sich an den schönen Skizzen von Edmund Edel zu erfreuen. Darüber hinaus bietet diese schöne Neuausgabe von Berlin W., die jetzt im noch recht jungen Quintus-Verlag erschienen ist, auch noch ein hilfreiches Glossar sowie ein sehr informatives und kluges Nachwort von Björn Weyand, welches den Leser mit diesem zu Unrecht lange vergessenen Bild- und Textkünstler bekannt macht.“ Ralph Krüger auf Kulturthemen.de vom 26. Mai 2022

„Ein irres Lesevergnügen.“ Bernd Wähner in der Berliner Woche vom 19.06.2022.

„Björn Weyand – ich hatte bereits auf seine Bemühungen um Otto Julius Bierbaum aufmerksam gemacht – hat das Wagnis begonnen, Edmund Edels ‚Werke‘ herauszugeben. […] Ich warte mit Spannung auf die nächsten Bände dieser Reihe. Mit Alfred Kerrs Berliner Briefen lassen sich Edmund Edels Texte sicher nicht vergleichen. Aber mit Victor Auburtin und Franz Hessel spielt, respektive schreibt er in derselben Liga. Liebhabern und Feinden Berlins sei das Buch gleichermaßen empfohlen.“ Wolfgang Brauer in Das Blättchen, 25. Jahrgang, Nr. 13, vom 20. Juni 2022

„Zugleich war Edel ein begnadeter Schriftsteller mit einer Vorliebe für beißende Satiren. Im Quintus-Verlag ist nun sein Buch Berlin W. Ein paar Kapitel von der Oberfläche neu aufgelegt worden – es soll der Auftakt einer Reihe sein, die sich um ein zu Unrecht fast vergessenes Lebenswerk verdient macht.“ Berliner Morgenpost vom 26. Juni 2022, mit einem ganzseiten Auszug aus dem 1. Kapitel von Berlin W.

„‚Berlin W. Ein paar Kapitel von der Oberfläche‘ erschien erstmals 1906, vom damaligen Verlag zu Recht gefeiert als ‚Sensation auf dem Büchermarkt‘ […]. Edmund Edel [war] ein begnadeter Künstler des spitzen Stifts, wie in die Neuausgabe eingestreute Zeichnungen beweisen. Doch ebenso verstand er sich aufs Metier des Satirikers, der die Eitelkeiten, Schwächen und sonstigen Merkwürdigkeiten seiner neureichen Zeitgenossen und -genossinnen mit geschärfter Ironie aufspießte und dabei ein wortstarkes Sittengemälde der gerade erst konstituierten Gesellschaft von Berlin W. schuf.“ Andreas Conrad im Berliner Tagesspiegel vom 12. Juli 2022.

 

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Quintus Verlag

 

 


Zur ‚Münchner Moderne‘ unlängst erschienen

Otto Julius Bierbaum
Aus dem Irrgarten der Literatur
Lyrisches, Prosaisches, Autobiographisches, Erlebtes und Erfundenes

Ausgewählt u. eingeleitet von Björn Weyand u. Bernd Zegowitz.
Berlin 2021: Quintus.

Der Münchner Literat Otto Julius Bierbaum (1865–1910) ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Jahrhundertwende. Seine Bücher sind Bestseller, die in etlichen Auf lagen erscheinen. Rastlos schreibt und publiziert er und durchquert dabei verschiedene Genres: Neben der Lyrik und seinen Romanen mischt Bierbaum sich mit Essays in die Literatur- und Kunstdebatten um die Moderne ein, engagiert sich für das Kabarett als Kunstform und überführt den Reisebericht ins automobile und touristische Zeitalter. Er gilt um 1900 als einer der wichtigsten deutschen Lyriker, sein Roman Stilpe zählt für einige Zeitgenossen zu den besten Romanen der Zeit, und die von ihm mitbegründete Zeitschrift Die Insel schreibt Literatur- und Buchkunstgeschichte. Mit zahllosen Künstlern seiner Zeit steht er im Austausch, setzt sich für das Werk Arnold Böcklins ein und fördert den jungen Rainer Maria Rilke, während Max Reger, Arnold Schönberg und Richard Strauss seine Gedichte vertonen. Die von Björn Weyand und Bernd Zegowitz sorgfältig edierte Auswahl aus Bierbaums Werken lädt dazu ein, diese literarische Schlüsselfigur der Jahrhundertwende wiederzuentdecken und sich mit Bierbaums Texten in eine Zeit zu begeben, die sich als Übergangszeit begreift und die gerade deshalb überaus vielgestaltig ist, weil sie nach neuen Formen sucht und diese erprobt. Ein Irrgarten, gelegentlich, in dem Bierbaum lustvoll umherwandelt und den er originell bereichert, immer getreu dem von ihm geprägten Motto: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“

„Lesenswert!“ Wolfgang Brauer in Das Blättchen, 24. Jg., Nr. 21 (11. Oktober 2021).

Ein „anregende[r], zum erstmaligen oder wiederholten Entdecken einladende[r]“ Band. Peter von Becker in Der Tagesspiegel vom 31.10.2021.

Verlagsinformationen: Quintus Verlag.
Inhaltsverzeichnis: academia.edu.

 

Björn Weyand/Bernd Zegowitz (Hg.)

Otto Julius Bierbaum
Akteur im Netzwerk der literarischen Moderne

Berlin 2018: Quintus. 

An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zählte Otto Julius Bierbaum (1865–1910) zu den zentralen Figuren des literarischen Feldes. Die Entwicklung der literarischen Moderne um 1900 ist wesentlich von seinem Wirken geprägt – auch wenn Bierbaums Name in literaturgeschichtlichen Darstellungen der letzten Jahrzehnte oftmals nur am Rande oder gar keine Erwähnung gefunden hat. Ohne sein vielfältiges Schaffen als Lyriker, Prosa- und Theaterautor, als Essayist und Übersetzer, als Herausgeber literarischer Zeitschriften wie der Insel und als Förderer junger Autoren wie Rainer Maria Rilke wäre die Kultur der Jahrhundertwende jedoch eine andere als diejenige, die wir heute kennen. Die Beiträge des Bandes beleuchten die zahlreichen Facetten seines Werks und zeigen Bierbaum als einen durchaus ambivalenten, aber nachhaltig prägenden Akteur im Netzwerk der literarischen Moderne, den es ins literarhistorische Bewusstsein zurückzuholen gilt.

Mit Beiträgen von Wolfgang Bunzel, Gabriele von Glasenapp, Walter Hettche, Carola Hilmes, Kurt Ifkovits, Anne-Rose Meyer, Michael Pilz, Dirk Rose, Christian Schaper, Sebastian Schmitt, Robert Seidel, Erich Unglaub, Bernhard Walcher, Björn Weyand, Bernd Zegowitz und Birgit Ziener.

„Sicher wird man nicht das heterogene Gesamtwerk Bierbaums ‚retten‘ können. Aber einiges schon, so auf alle Fälle seine beiden großen Zeitromane, selbstverständlich Zäpfel Kerns Abenteuer, vieles aus seiner Kabarettlyrik, vor allem seine literarischen Chansons, und auch manches seiner Kleinprosa. Aber es geht wohl gar nicht so sehr um die ‚Rettung‘ einzelner Werke, sondern darum, seine Persönlichkeit und sein Werk, das in vielerlei Hinsicht so typisch für die Tendenzen in der Literatur um die Jahrhundertwende war, wieder ins Bewusstsein zu heben. […] An dieser Stelle leistet der Studienband tatsächlich Pionierarbeit.“ Klaus Hammer auf literaturkritik.de am 5. März 2019.

Bierbaum war „der seinerzeit neben Detlev von Liliencron beliebteste Lyriker, war Kabarettist, Übersetzer des Pinocchio, gefragter Essayist, Autor von Liedern, welche Richard Strauss vertonte, schließlich veritabler Romancier. Da ist es höchst löblich, dass ein Sammelband an die vielen Facetten einer genuin modernen Autorfigur erinnert.“ Erhard Schütz in der Freitag vom 7. Februar 2019.

Der Band macht „den Blick frei […] auf den Künstler als Denker, eingespannt in die kreative Unruhe der Jahrhundertwende. […] So spiegelt sich die Janusköpfigkeit seiner Zeit im faszinierend vielgestaltigen Werk Bierbaums“. Christian Jooß-Bernau in der Süddeutschen Zeitung vom Freitag, 4. Januar 2019.

„Umfassend wird dieser unruhige und sich in so viele Bereiche hineinbewegende Geist in diesem Band dokumentiert und ausgeleuchtet. […] Mit der Darstellung von Person und Werk einer kulturgeschichtlich so bedeutenden Figur wie Otto Julius Bierbaum wird ein ganzes Zeitpanorama sichtbar.“ Gerd Holzheimer in Literatur in Bayern, 33. Jahrgang, Heft 134 (Dezember 2018).

Verlagsinformationen: Quintus Verlag.