Dr. Björn Weyand» Publikationen

Publikationen

1. Monographie

 

poetik_der_marke

Ausgezeichnet mit dem Tiburtius-Anerkennungpreis 2012 – Preis der Berliner Hochschulen

Poetik der Marke. Konsumkultur und literarische Verfahren 1900–2000 

Berlin 2013: De Gruyter. [= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, hg. von Norbert Bachleitner, Christian Begemann, Walter Erhart und Gangolf Hübinger, Bd. 136.]

Markenwaren bilden nicht das profane ‚Andere‛ der Kultur. Vielmehr eröffnen sie der Literatur seit mehr als hundert Jahren neue poetologische Spielräume. Die Studie zeigt, wie Werke von Edmund Edel (Berlin W., 1906), Thomas Mann (Der Zauberberg, 1924), Irmgard Keun (Das kunstseidene Mädchen, 1932), Wolfgang Koeppen (Tauben im Gras, 1951) und Christian Kracht (1979, 2001) materielle, semiologische und kulturtheoretische Aspekte der Konsumkultur reflektieren und in literarische Verfahren überführen: von Warenhauskatalogen und Fetischisierungen bis zu kapitalistischen Zirkulationsprozessen und der Faszination glänzender Oberflächen. Die close readings öffnen den Blick für die kulturpoetologische Dimension literarischer Texte und für die Bedingungen von Kultur im Kapitalismus.

 

„Weyands gründliche Studie im Stil des New Historicism dürfte auch dem letzten Kritiker, der Popliteratur mit ‚Geschmacksterrorismus‘ assoziiert, deutlich machen: Kein Markenkult ist Zufall. […] Der Literaturwissenschaftler kann sich nicht mehr herausreden, er muss Markenwelten genauso studieren wie klassische Mythen und Topoi.“  —  literaturkritik.de (05/2014)

„Björn Weyands materialreiche, mit beeindruckender Akribie erarbeitete und anschaulich verfasste Studie zur Poetik der Marke schließt eine signifikante Lücke in der literaturwissenschaftlichen Forschung zum Zusammenhang von Literatur und Ökonomie.“  —  Zeitschrift für Germanistik (3/2014)

„Es ist ein Genuss, Weyands Studie zu lesen. Kenntnisreich führt er eine Lektürepraxis in der Tradition des New Historicism vor, die neue Lesarten zwischen den Polen von kulturhistorischen Austauschprozessen und einem geschulten Auge für formalästhetische, philologische Details entwickelt. […] Damit liegt neben Thomas Wegmanns zwei Jahre zuvor erschienener einschlägiger Studie Dichtung und Warenzeichen ein weiteres Referenzwerk vor.“   —  Zeitschrift für Romanische Sprachen und ihre Didaktik (9, 2/2015)

 

Interview zum Buch: Die Poetik der Marke. Interview mit Sturm und Drang, Internationale Forschungsboutique für strategische Innovationen, Hamburg. http://www.sturmunddrang.de/digest/interview-die-poetik-der-marke

Verlagsinformationen: http://www.degruyter.com/view/product/186156.

 

2. Herausgeberschriften

 

Stefan Bronner/Björn Weyand (Hg.)

Christian Krachts Weltliteratur
Eine Topographie

Berlin/Boston 2018: De Gruyter.

Mit jedem neuen Text des Schweizer Schriftstellers Christian Kracht weitet sich die Topographie seiner literarischen Schauplätze aus und erstreckt sich nach und nach über den gesamten Globus. Damit schreibt Krachts Werk Weltliteratur in einem zeitgemäßen, aufregenden Sinn: Jeder Ort bildet darin einen vorübergehenden Aufenthalt im ästhetischen Dazwischen. Der Band widmet sich den topographischen und poetologischen Dimensionen dieses Schreibens.

Mit Beiträgen von Moritz Baßler, Johannes Birgfeld, Stefan Bronner, Simone Brühl, Claude D. Conter, Randall Halle, Till Huber, Christoph Kleinschmidt, Elias Kreuzmair, Volker Mergenthaler, Eckhart Nickel, Stefanie Roenneke, Laurenz Schulz, Arnim Seelig und Björn Weyand.

Verlagsinformationen: https://www.degruyter.com/view/product/484627.

 

Björn Weyand/Bernd Zegowitz (Hg.)

Otto Julius Bierbaum
Akteur im Netzwerk der literarischen Moderne

Berlin 2018: Quintus.

An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zählte Otto Julius Bierbaum (1865–1910) zu den zentralen Figuren des literarischen Feldes. Die Entwicklung der literarischen Moderne um 1900 ist wesentlich von seinem Wirken geprägt – auch wenn Bierbaums Name in literaturgeschichtlichen Darstellungen der letzten Jahrzehnte oftmals nur am Rande oder gar keine Erwähnung gefunden hat. Ohne sein vielfältiges Schaffen als Lyriker, Prosa- und Theaterautor, als Essayist und Übersetzer, als Herausgeber literarischer Zeitschriften wie der Insel und als Förderer junger Autoren wie Rainer Maria Rilke wäre die Kultur der Jahrhundertwende jedoch eine andere als diejenige, die wir heute kennen. Die Beiträge des Bandes beleuchten die zahlreichen Facetten seines Werks und zeigen Bierbaum als einen durchaus ambivalenten, aber nachhaltig prägenden Akteur im Netzwerk der literarischen Moderne, den es ins literarhistorische Bewusstsein zurückzuholen gilt.

Mit Beiträgen von Wolfgang Bunzel, Gabriele von Glasenapp, Walter Hettche, Carola Hilmes, Kurt Ifkovits, Anne-Rose Meyer, Michael Pilz, Dirk Rose, Christian Schaper, Sebastian Schmitt, Robert Seidel, Erich Unglaub, Bernhard Walcher, Björn Weyand, Bernd Zegowitz und Birgit Ziener.

„Umfassend wird dieser unruhige und sich in so viele Bereiche hineinbewegende Geist in diesem Band dokumentiert und ausgeleuchtet. […] Mit der Darstellung von Person und Werk einer kulturgeschichtlich so bedeutenden Figur wie Otto Julius Bierbaum wird ein ganzes Zeitpanorama sichtbar.“  —  Gerd Holzheimer in Literatur in Bayern, 33. Jahrgang, Heft 134 (Dezember 2018).

Der Band macht „den Blick frei […] auf den Künstler als Denker, eingespannt in die kreative Unruhe der Jahrhundertwende. […] So spiegelt sich die Janusköpfigkeit seiner Zeit im faszinierend vielgestaltigen Werk Bierbaums“.  —  Christian Jooß-Bernau in der Süddeutschen Zeitung vom Freitag, 4. Januar 2019.

Verlagsinformationen: http://www.quintus-verlag.de/buecher/otto-julius-bierbaum.html.

 

arbeit_muessiggang

Claudia Lillge/Thorsten Unger/Björn Weyand (Hg.)

Arbeit und Müßiggang in der Romantik

Paderborn 2017: Wilhelm Fink. (Reihe ‚vita activa‘)

Die Zeit von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ist für die Entwicklung des modernen Arbeitsbegriffs von außerordentlicher Relevanz. Literatur und Künste der Romantik bringen in diesen Prozess spezifische Anregungen ein, weil sie sich nicht auf die von der Aufklärung etablierte Gegenüberstellung von positiv bewerteter Arbeit und negativ bewertetem Müßiggang reduzieren lassen, sondern häufig gerade das ‚Andere‘ des tätigen Lebens (neben dem Müßiggang auch die Muße und Faulheit) aufwerten oder mit Überblendungen zwischen Formen der Arbeit und Nicht-Arbeit operieren.

Die Beiträge des Bandes erschließen die kultur-, sozial- und ästhetikgeschichtlichen Dimensionen dieser Thematik. Sie suchen die von den Romantikern bevorzugten Inszenierungsräume von Arbeit und Müßiggang auf, zu denen Handels- und Industriestädte ebenso zählen wie der Wald oder die Kahnfahrt; sie betrachten die ästhetischen Eigenzeiten von industrieller Arbeit, Handwerk und Landwirtschaft sowie von Fußreisen und Tagträumen; und sie schaffen Begegnungen mit einem facettenreichen Spektrum romantischer Figuren, die als Fleißige oder Faulpelze, Künstler oder Taugenichtse, Wanderer oder Mittagsschläfer die imaginierten Welten bevölkern.

Mit Beiträgen von Dale Adams, Michael Bies, Mario Bosincu, Elke Brüns, Simon Bunke, Patricia Czezior, Franz-Josef Deiters, Anke Detken, Sabine Doering, Leonhard Fuest, Boris Roman Gibhardt, Uwe Hentschel, Claudia Hillebrandt, James Hodkinson, Tom Kindt, Robert Krause, Claudia Lillge, Fred Lönker, Volker Mergenthaler, Lydia Mühlbach, Ursula Regener, Martin Jörg Schäfer, Monika Schmitz-Emans, Erhard Schütz, Klaus Vieweg, Heide Volkening, Tomasz Waszak, Christiane Weller und Björn Weyand sowie einer ausführlichen Einleitung der Herausgeber.

„[Es ist] den Herausgebern gelungen, eine dichte, ungewöhnlich gut systemasierte und trotz der vielen beteiligten Federn in sich kohärente Grundlagenarbeit vorzulegen, noch dazu in einem Themengebiet, das seitens der Literaturwissenschaft bislang unzureichend erschlossen ist. […] Ein Verdienst dieser Publikation liegt fraglos in dem großen ,Rundumschlag‘ durch das behandelte Thema, der mit seinen zahlreichen, methodisch-theoretisch ausdifferenzierten Textzugängen erfrischend divers ausfällt. […] Auch ihrem Anspruch, eine historische Grundierung für gegenwartsliterarische und arbeitskulturelle Tendenzen zu legen, werden die Herausgeber gerecht.“  —  Sebastian Böck in Zeitschrift für Germanistik, N.F. XXVIII, Heft 2 (2018)

 

kodikas

Elisabeth Birk/Mark Halawa/Björn Weyand (Hg.)

Die Sinnlichkeit der Zeichen
Zur aisthetischen Dimension von Schrift und Bild bei Roland Barthes

KODIKAS/CODE – Ars Semeiotica. An international Journal of Semiotics, 17 (2014) 3–4, Themenheft / Special Issue. 

Hat die Semiotik ihre beste Zeit hinter sich? Macht man sich mit den maßgebenden Strömungen der gegenwärtigen geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung vertraut, so fällt es schwer, diese Frage zu verneinen. Wie die Beiträge dieses Themenheftes zeigen, erweist sich die Semiotik jedoch nicht nur als anschlussfähig an aktuelle Diskurse um Präsenz und Aisthesis. Mit dem Œuvre Roland Barthes’ werden diese Aspekte bereits von einem Klassiker der semiotischen Theoriebildung auf vielfältige Weise verhandelt. Das Themenheft möchte auf diese Aspekte in Barthes’ Denken aufmerksam machen und dazu beitragen, seine Schriften für die weitere Diskussion um Semiosis und Aisthesis produktiv zu machen.

Mit Beiträgen von Richard Shiff, Thorsten Gabler, Bettina Lindorfer, Catherine Karten, Katja Schwerzmann, Martin Endres, Carol Jana Ribi, Doris Kolesch, David Magnus, Karin Peters, Markus Rautzenberg, Ulrich Richtmeter und André Reichert sowie einer systematischen Einleitung der Herausgeber. 

 

warenaesthetik

Heinz Drügh/Christian Metz/Björn Weyand (Hg.)

Warenästhetik
Neue Perspektiven auf Konsum, Kultur und Kunst

Berlin 2011: Suhrkamp. (= Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1964.)

In Revision etablierter kapitalismus- und konsumkritischer Perspektiven beschäftigen sich die Beiträge des Bandes mit der ästhetischen Stimulation, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts von der modernen Warenwelt und dem Massenkon­sum ausgeht. Zur Debatte stehen dabei der künstlerische Wert von Werbekampagnen, Lichtreklamen, Schaufensterauslagen oder Kaufhausarchitekturen ebenso wie die vielgestaltige Rhetorik des Markendiskurses und die literarische und bild­künstlerische Anverwandlung dieser Phänomene. Ergründet wird die eigentümliche Ambivalenz aus Abgestoßensein und Faszination, mit der nicht nur Individuen auf die allgegenwärtigen Verführungsangebote der Warenwelt reagieren, sondern mit der auch die Kunst in Moderne und Post­moderne die lebensweltliche Dominanz der Warenflut zu verarbeiten sucht.

Mit Beiträgen von Eva Illouz, Hans Peter Hahn, Wolfgang Ullrich, Moritz Baßler, Volker Mergenthaler u. a.

Rezensionen: Das Argument 292 (2011), testcard 21 (2011), Philosophische Rundschau 60 (2013) 2.

Mehr Informationen: Suhrkamp.

depressivedandys

Alexandra Tacke/Björn Weyand (Hg.)

Depressive Dandys
Spielformen der Dekadenz in der Pop-Moderne

Köln, Weimar u. Wien 2009: Böhlau. (= Literatur – Kultur – Geschlecht. Studien zur Literatur- und Kulturgeschichte, hg. von Inge Stephan und Sigrid Weigel, Kleine Reihe, Bd. 26.)

In den 1990er-Jahren erlebte der Dandyismus mit den „Popliteraten“ um Benjamin von Stuckrad-Barre und Christian Kracht eine unerwartete Renaissance. In ihrem Buch „Tristesse Royale“ wurde der Begriff kulturtheoretisch und performativ erneuert. Die darin entworfenen Bilder und Argumente durchziehen seitdem die deutschsprachige Popliteratur. Die Autoren dieses Bandes fragen nach neuen Spielformen von Dandytum und Dekadenz. Ist der neue Dandyismus wirklich so unpolitisch, wie er sich gibt? Welcher Formen und Medien bedienen sich die heutigen Dandys? Welche Rolle spielen dabei populäre Kunst und Musik? In welche Traditionslinien schreiben die Autor/innen sich ein? Wie steht es um die Geschlechtsidentität der als verweiblicht geltenden Figur? Gibt es auch weibliche Dandys? Welche Strategien der Selbstvermarktung werden von den Autor/innen verfolgt? Und schließlich: Warum sind die popmodernen Dandys eigentlich so depressiv?

Mit Beiträgen von Günter Erbe, Isabelle Stauffer, Moritz Baßler, Niels Werber, Till Huber, Jörg Döring u.a.

Rezensionen: zitty Berlin, mdr Sputnik, Frankfurter Allgemeine Zeitung, literaturkritik.de (10/2010), dandysme.eu.

Lesen auf Google Books.

faszination

Andy Hahnemann/Björn Weyand (Hg.)

Faszination
Historische Konjunkturen und heuristische Tragweite eines Begriffs

Berlin, Frankfurt am Main u. a. 2009: Peter Lang.
Mehr Informationen: Peter Lang Verlag.

Noch nie war so oft von Faszination die Rede wie heute. Gleichwohl haben sich die Kulturwissenschaften bislang kaum eingehender mit dem Begriff der Faszination und seiner Geschichte auseinandergesetzt. Zu Unrecht, denn im Verlauf des 20. Jahrhunderts erlebt die Faszination einen beispiellosen Aufstieg und läuft verwandten Begriffen wie dem ErhabenenInteresseEnthusiasmus oder dem Wunderbaren den Rang ab. Faszination – so die These, die diesem Band zugrunde liegt – ist mehr als nur ein inflationär gebrauchtes Schlagwort der Erlebnisgesellschaft: Sie bildet eine entscheidende Produktivkraft der modernen und postmodernen Kultur. Und sie kann von den Kulturwissenschaften als Schlüsselkategorie für das Verständnis medialer, ökonomischer und künstlerischer Prozesse operationalisierbar gemacht werden.

Mit Beiträgen von Brigitte Weingart, Andreas Degen, Hans Ulrich Seeber, Christer Petersen, Claudia Öhlschläger, Remigius Bunia u.a.

3. Aufsätze

  1. Fernweh in der entzauberten Welt. Christian Krachts und Eckhart Nickels postromantische Reiseprosa. In: Stefan Bronner u. Björn Weyand (Hg.): Christian Krachts Weltliteratur. Eine Topographie. Berlin u. Boston 2018: De Gruyter. [im Druck]
  2. „Yankeedoodlen statt zu reisen“. Otto Julius Bierbaums Kreuzfahrtbericht Yankeedoodle-Fahrt als touristischer Selbstversuch. In: Björn Weyand u. Bernd Zegowitz (Hg.): Otto Julius Bierbaum, Akteur im Netzwerk der literarischen Moderne. Berlin 2018: Quintus. [im Druck]
  3. Technik an der Schwelle von Leben und Tod. Transplantationsmedizin in Maylis de Kerangals Réparer les vivants (2014). In: Imme Bageritz, Hartmut Hombrecher, Vera K. Kostial u. Katerina Kroucheva (Hg.): Fordschritt und Kultur. Literarische Verhandlungen von Technik im 20. und 21. Jahrhundert. [im Druck]
  4. Schrecklich amüsante Kreuzfahrten. Otto Julius Bierbaum und David Foster Wallace erproben den (post-)modernen Tourismus. In: Uta Schaffers, Stefan Neuhaus u. Hajo Diekmannshenke (Hg.): (Off) The Beaten Track? Normierungen und Kanonisierungen des Reisens. Würzburg 2017: Königshausen & Neumann. S. 429-442.
  5. Antihelden, Nomaden, Cameos und verkörperte Simulakren. Zum Figureninventar von Christian Krachts Romanen. In: Christoph Kleinschmidt (Hg.): Text + Kritik 216 (2017): Christian Kracht. S. 54-66. [zus. mit Isabelle Stauffer]
  6. Wiederkehr der Romantik? Arbeit und Müßiggang in gegenwärtigen Arbeitswelten und in Carmen Losmanns Dokumentarfilm Work Hard Play Hard. In: Claudia Lillge, Thorsten Unger u. Björn Weyand (Hg.): Arbeit und Müßiggang in der Romantik. Paderborn 2017: Fink. S. 469-485.
  7. Postmoderne Medien- und Kulturtheorie auf Reisen: Unterwegs mit Roland Barthes, Jean Baudrillard und Stephen Greenblatt. In: Michaela Holdenried, Alexander Honold und Stefan Hermes (Hg.): Kulturen (post)moderner Mobilität. Reisepraxis und Reiseliteratur 1914–2014. Berlin 2017: Erich Schmidt Verlag. S. 225-243.
  8. An den Rändern des Semiologischen. Zur Faszination warenästhetischer Phänomene in Irmgard Keuns Das kunstseidene Mädchen (1932) und Joe Mays Asphalt (1929), gelesen mit Roland Barthes‘ Mythologies (1957). In: Kodikas/Code – Ars Semeiotica 36 (2013) 1–2, S. 111-120.
  9. Gespenster und Intrigennetze. Alternative Geschichtsnarration, Zeitkonstruktion und revolutionärer Geister-Diskurs in Louise Astons Revolution und Contrerevolution (1849). In: Robert Seidel u. Bernd Zegowitz (Hg.): Literatur im Umfeld der Frankfurter Paulskirche 1848/49. Bielefeld 2013: Aisthesis. S. 191-210. [= Vormärz Studien, hg. vom Forum Vormärz Forschung]
  10. KulturKlassiker: Roland Barthes (1915-1980), Mythologies (1957). In: KulturPoetik 12 (2012) 2, S. 258-271.
  11. »Ein paar Kapitel von der Oberfläche«. Markenkonsum und Katalogpoetik in Edmund Edels Satire Berlin W. (1906). In: Heinz Drügh, Christian Metz u. Björn Weyand (Hg.): Warenästhetik. Neue Perspektiven auf Konsum, Kultur und Kunst. Berlin 2011: Suhrkamp. S. 248-268.
  12. Von Hitler bis zum iPod: Grundzüge einer Kulturpoetik der Faszination im 20. und 21. Jahrhundert. In: Andy Hahnemann u. Björn Weyand (Hg.): Faszination. Zur historischen Konjunktur und heuristischen Tragweite eines Begriffs. Berlin, Frankfurt am Main u. a. 2009: Peter Lang. S. 193-211.
  13. Leitmotiv Marke. Markennamen zwischen kultureller Zeitgenossenschaft und ästhetischer Resemantisierung in Thomas Manns Der Zauberberg. In: Tim Lörke u. Christian Müller (Hg.): Thomas Manns kulturelle Zeitgenossenschaft. Würzburg 2009: Königshausen & Neumann. S. 117-131.
  14. Jetztzeitarchivalik. Markenwaren als zeitgeschichtliche Archivalien in Heinrich Bölls Das Brot der frühen Jahre (1955) und Wolfgang Koeppens Tauben im Gras (1951). In: Erhard Schütz u. Wolfgang Hardtwig (Hg.): Keiner kommt davon. Zeitgeschichte in der Literatur nach 1945. Göttingen 2008: Vandenhoeck & Ruprecht. S. 74-86.
  15. Flaneure der Dingwelt, Flaneure der Geschichte. Surrealismus und New Historicism im Zeichen der ›topographischen Wende‹. In: KulturPoetik 1, 2006, S. 37-55.
  16. Abschied vom letzten Reservat des Individualismus. Der ärztliche Blick der Moderne in Ernst Kretschmers Körperbau und Charakter (1921). In: Moritz Baßler u. Arne Klawitter (Hg.): Der Mensch ist nicht gegeben. Zur Darstellung des Subjekts in der Moderne. Für Heinz-Jürgen Staszak. Rostock 2005: Konrad Reich Verlag, S. 145-163.
  17. Gesichtslosigkeit. Konzeptualisierungen von Photographie und Theater im neusachlichen Jahrzehnt. In: Zeitschrift für Germanistik, N. F. 1, 2002, S. 70-82.

4. Einleitungen

  1. Von den wundersamen Zusammenhängen in der Welt. Christian Krachts Weltliteratur. Einleitung. In: Stefan Bronner u. Björn Weyand (Hg.): Christian Krachts Weltliteratur. Eine Topographie. Berlin u. Boston 2018: De Gruyter. [zus. mit Stefan Bronner] [im Druck]
  2. Otto Julius Bierbaum, Akteur im Netzwerk der literarischen Moderne. Einleitung. In: Björn Weyand u. Bernd Zegowitz (Hg.): Otto Julius Bierbaum, Akteur im Netzwerk der literarischen Moderne. Berlin 2018: Quintus. [zus. mit Bernd Zegowitz] [im Druck]
  3. Arbeit und Müßiggang in der Romantik. Eine Einführung. In: Claudia Lillge, Thorsten Unger u. Björn Weyand (Hg.): Arbeit und Müßiggang in der Romantik. Paderborn 2017: Fink. S. 11-36. [zus. mit Thorsten Unger u. Claudia Lillge]
  4. Roland Barthes und die Sinnlichkeit der Zeichen: Eine systematische Einführung. In: Elisabeth Birk, Mark A. Halawa u. Björn Weyand (Hg.): Die Sinnlichkeit der Zeichen. Zur aisthetischen Dimension von Schrift und Bild bei Roland Barthes. Themenheft der internationalen Zeitschrift KODIKAS/CODE. Ars Semeiotica 3–4 (2014), S. 171-190. [zus. mit Elisabeth Birk u. Mark A. Halawa]
  5. Dandyismus, Dekadenz und die Poetik der Pop-Moderne. Einleitung. In: Alexandra Tacke u. Björn Weyand (Hg.): Depressive Dandys. Spielformen der Dekadenz in der Pop-Moderne. Köln, Weimar u. Wien 2009: Böhlau. S. 7-16. [zus. mit Alexandra Tacke]
  6. Faszination. Zur Anziehungskraft eines Begriffs. Einleitung. In: Andy Hahnemann u. Björn Weyand (Hg.): Faszination. Zur historischen Konjunktur und heuristischen Tragweite eines Begriffs. Berlin, Frankfurt am Main u. a. 2009: Peter Lang. S. 7-32. [zus. mit Andy Hahnemann]

5. Edition

  1. »Launige Schilderungen der Erlebnisse mit dem getreuen Ford«. Vier Texte Erika Manns für die Zeitschrift Ford im Bild. Dokumentation und Kommentar. In: Berliner Hefte zur Geschichte des literarischen Lebens 5, 2003, S. 130-147.

6. Lexikon- und Handbuchartikel

  1. Heinrich Harrer: Sieben Jahre in Tibet (1952). In: Elena Agazzi u. Erhard Schütz (Hg.): Nachkriegskultur. Literatur, Sachbuch und Film in Deutschland (1945-61). Berlin 2012: de Gruyter. S. 618-619.
  2. Blase (Sloterdijk). In: Stephan Günzel (Hg.): Lexikon der Raumphilosophie. Unter Mitarbeit von Franziska Kümmerling. Darmstadt 2012: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. S. 57.
  3. Erzählung (Souriau, Genette). In: Stephan Günzel (Hg.): Lexikon der Raumphilosophie. Unter Mitarbeit von Franziska Kümmerling. Darmstadt 2012: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. S. 107-108.
  4. Markt (Braudel, Jameson, Bourdieu, Greenblatt u. a.). In: Stephan Günzel (Hg.): Lexikon der Raumphilosophie. Unter Mitarbeit von Franziska Kümmerling. Darmstadt 2012: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. S. 243-244.
  5. Morphologie (Goethe, Spengler, Sloterdijk). In: Stephan Günzel (Hg.): Lexikon der Raumphilosophie. Unter Mitarbeit von Franziska Kümmerling. Darmstadt 2012: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. S. 265-266.
  6. Postmoderner Raum (Jameson). In: Stephan Günzel (Hg.): Lexikon der Raumphilosophie. Unter Mitarbeit von Franziska Kümmerling. Darmstadt 2012: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. S. 310-311.
  7. Markus Michel. In: Killy Literaturlexikon. Berlin 2010: de Gruyter. [Neubearb.]

7. Wissenschaftliche Rezensionen (Auswahl)

  1. Rez. zu: Uwe Lindemann: Das Warenhaus. Schauplatz der Moderne. Köln, Weimar u. Wien 2015: Böhlau. In: Zeitschrift für Germanistik 2 (2016), S. 435–437.
  2. Das Fotografische und der Blick. Zwei Studien zum Verhältnis von Literatur und Fotografie(n). In: KulturPoetik 1 (2009), S. 110–116. Sammelrezension zu: (1) Michael Neumann: Eine Literaturgeschichte der Photographie. Dresden 2006: Thelem. (2) Carolin Duttlinger: Kafka and Photography. Oxford u. New York 2007: Oxford University Press.
  3. Die viele Theorie und das bisschen Wirklichkeit. Überblick und neue Einblicke in die Wirkmächtigkeit der Fotografie. In: KulturPoetik 1 (2008), S. 124–134. Sammelrezension zu: (1) Bernd Stiegler: Theoriegeschichte der Photographie. München 2006: Fink. (2) Ders.: Bilder der Photographie. Ein Album photographischer Metaphern. Frankfurt/M. 2006: Suhrkamp. (3) Peter Geimer (Hg.): Ordnungen der Sichtbarkeit. Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie. Frankfurt/M. 2002: Suhrkamp.
  4. Lebendiges Ende. Wiedergelesen: Joachim Fests historische Skizze Der Untergang. In: sachbuchforschung.de, März 2007. Rez. zu: Joachim Fest: Der Untergang. Hitler und das Ende des Dritten Reiches. Berlin 2002: Alexander Fest Verlag.
  5. Aufgelistete Austauschbeziehungen. Eine Untersuchung zu Literatur und Reklame in der Weimarer Republik. In: KulturPoetik 2 (2006), S. 285–287. Rez. zu: Gisela Müting: Die Literatur »bemächtigt sich« der Reklame. Untersuchungen zur Verarbeitung von Werbung und werbendem Sprechen in literarischen Texten der Weimarer Zeit. Frankfurt/M. u. a. 2004: Peter Lang Verlag.
  6. Der Neger und wir. Frank Westerman berichtet von einer verstörenden Begegnung mit dem Fremden und dem Eigenen. In: sachbuchforschung.de, Juni 2006. Rez. zu: Frank Westerman: El Negro. Eine verstörende Begegnung. Berlin 2005: Ch. Links Verlag.
  7. Rez. zu: Jenny Williams: Mehr Leben als eins – Hans Fallada. Biographie. Berlin 2002: Aufbau-Verlag. In: Zeitschrift für Germanistik 1 (2003), S. 219–220.

8. Journalistische Texte & Miszellen

  1. Der Konsum der Ästhetik. Produktion der Faszination: Einst war der Begriff der ›Warenästhetik‹ eine Kampfvokabel der Kulturkritik. Heute vergleichen Kulturwissenschaften Duschgeltuben mit Werken der Hochkultur. In: Freitag 50, vom 11.12.2008. Online lesen: Freitag.de.
  2. Die Mythen der Konsumgesellschaft. Aufmerksamkeitsökonomie: Neil Boorman und Stefan Kuzmany empfehlen ein Leben ohne die falschen oder ganz ohne Markenprodukte und sitzen dabei der Logik der Konsumkultur auf. In: Freitag 35, vom 29.08.2008. Sammelrezension zu: Neil Boorman: Good Bye, Logo. Wie ich lernte, ohne Marken zu leben. Berlin 2007: Econ. Stefan Kuzmany: Gute Marken, böse Marken. Konsumieren lernen, aber richtig! Frankfurt am Main 2007: Fischer Taschenbuch.
  3. Der gelenkte Blick. Störmomente: Christian Kracht, Eva Munz und Lukas Nikol besichtigen Kim Jong-Ils Nordkorea und entdecken die totale Hyperrealität. In: Freitag 16, vom 18. April 2008. Rez. zu: Christian Kracht, Eva Munz u. Lukas Nikol: Die totale Erinnerung. Kim Jong-Ils Nordkorea. Berlin 2006: Rogner & Bernhard.
  4. Der Kurzkrallenotter (Aonyx cinerea). In: Karl Hauer (Hg.): Berlin, Zoologischer Garten. Ein Bestiarium. Essen 2006: Klartext Verlag, S. 81-82.