Forschungsprojekte Professuren

Prof. Dr. Karin Pittner

Prof. Dr. Björn Rothstein 

Prof. Dr. Eric Fuß

Prof. Dr. Tatjana Scheffler

Auswahl aktueller Projekte

Projekt im Forschungskolleg SecHuman „Sicherheit für Menschen im Cyberspace“
Autorprofilerstellung der Verfasser*innen von Hate Speech

Betreuerteam: Prof. Karin Pittner, Dr. Kerstin Kucharczik-Kohrt, Prof. Dr.-Ing. Dorothea Kolossa

Hassmails sind nicht nur eine Bedrohung für den Einzelnen, sondern zunehmend auch für das politische System. Zudem stellen sie aufgrund ihrer Masse und der häufigen Verschleierung der Identität der Verfasser*innen ein wachsendes Problem für Ermittlungen dar.

In diesem Projekt sollen linguistische Analyseverfahren mit maschinellen Lernverfahren kombiniert werden, um Hassmails automatisiert identifizieren und klassifizieren zu können. Aus der linguistischen Perspektive lautet dabei die Fragestellung, ob anhand von sprachlichen Merkmalen verschiedene Typen von Hassmails zu erkennen sind, die zu einer Profilierung der Verfasser*innen z.B. hinsichtlich ihrer Muttersprache, regionalen Einordnung, Alter, Bildungsgrad, Geschlecht, vorgetäuschte Identitäten) führen können. Eine weitergehende Fragestellung ist, inwieweit automatisch erkennbare sprachliche Merkmale oder Merkmalskombinationen Aufschluss über Einstellungen wie Extremismus, Gewaltbereitschaft etc. und die Zugehörigkeit der Verfasser/innen zu bestimmten Gruppierungen geben können. Dabei sind Fragen der singulären respektive multiplen Autorschaft von Hassmails ebenso relevant wie Aspekte der individuellen respektive gruppenbezogenen Adressierung (insbesondere hinsichtlich extremistischer Inhalte).

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Nora Giljohann, M.A., Wentao Yu, M.Sc.

https://sechuman.ruhr-uni-bochum.de


„INTERDISKURS: Interkulturelle Diskursforschung in akademischen Texten. Vergleichende Studien zur Textorganisation, zu den Formulierungsroutinen und deren Erwerbsphasen in deutschen und polnischen studentischen Arbeiten“ 

Gefördert durch das Narodowe Centrum Nauki (Polnische Wissenschaftsstiftung) und die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung

Projektleiter: Prof. Dr. Karin Pittner, Prof. Dr. Leslaw Cirko

Im Fokus des Projekts steht der Erwerbsverlauf von Formen der Textorganisation und Formulierungsroutinen beim Verfassen wissenschaftlicher Texte durch polnische und deutsche Studierende der Germanistik und Polonistik. Das Projekt schafft zunächst eine empirische Grundlage für eine vergleichende Untersuchung der geschriebenen Wissenschaftssprache des Deutschen und des Polnischen, um dann auf dieser Basis eine qualitativ- und quantitativ-konfrontative Analyse durchzuführen.

Mitarbeiterin RUB: Dr. Agnieszka Nyenhuis

Projektlaufzeit: 2014-2017

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„Forschendes Lernen in der multimodalen Textanalyse – Projekt im Rahmen des forschenden Lernens an der Ruhruniversität Bochum“

Gefördert durch das Rektorat der Ruhr-Universität Bochum

Projektleiterin: PD Dr. Dorothee Meer

Multimodalität ist in unserer modernen Gesellschaft unvermeidbar. In der Werbung begegnet uns mehrmals täglich eine Kombination aus Bild und Schrift, wenn es sich um einen Werbespot handelt zusätzlich noch bewegte Bilder, gesprochene Sprache, Musik und Geräusche. Auf YouTube verkaufen Content Creator wie DagiBee, LeFloid oder Julien Bam mit ihren Videos nicht nur ihre Kreativität, sondern auch eine eigene Marke. An diese Befunde anschließend erhalten Studierende der Germanistik im Rahmen des vorliegenden Projekts die Möglichkeit, eigenständig ihre individuellen Forschungsinteressen im Bereich der multimodalen Textanalyse zu verfolgen und erste eigene Forschungsbeiträge zu verfassen. Konkret sollen interessierte und überdurchschnittlich ausgewiesene Studierende der zweiten B.A.-Phase und der Masterphase dabei unterstützt werden, selbständig Projekte durchzuführen, die durch die Lehrveranstaltungen der Antragstellerin angeregt und durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter und die Projektleiterin begleitet werden.

Die strukturellen Voraussetzungen für die hier avisierten selbständigen studentischen Projekte sind durch die Studienordnungen des Germanistischen Institut seit 2011 gegeben, da seither sowohl die B.A.- wie auch die M.A.-Studienordnungen den punktuellen Ersatz einzelner Lehrveranstaltungen durch Formen des forschenden Lernens vorsehen („InStudies“). Aus didaktischer Sicht ist die Multimodalitätsforschung auch deshalb für die Entwicklung eines internen Curriculums geeignet, weil Studierende früh in ihrem Studium in der Lage sind, mit grundlegenden semiotischen und textlinguistischen Kategorien multimodale Texte wie Werbeanzeigen oder Plakate mit hohem analytischen Mehrwert zu bearbeiten. Die Komplexität dieser Analysen kann dann im weiteren Studienverlauf schrittweise gesteigert werden, ohne dass dies mit einem Verlust an praxisrelevanten Erkenntnissen verbunden wäre. Aus berufspraktischer Perspektive eröffnet die multimodale Textanalyse Studierenden im Bereich der Internet- und Produktdesign, im Text-Bild-Journalismus und im Marketing eine Vielzahl von Möglichkeiten. Darüber hinaus entwickelt sich der Bereich der multimodalen Textanalyse gegenwärtig zu einem immer stärker expandierenden Forschungsschwerpunkt in der Linguistik, der insoweit auch Perspektiven für eine wissenschaftliche Laufbahn bereitstellt.

Mitarbeiter: Daniel Rettinghausen

Projektlaufzeit: 04/2017-09/2018


„Korpus der gesprochenen Sprache des Ruhrgebiets (KgSR)“

Projektleiterin: Dr. Kerstin Kucharczik-Kohrt

Mitarbeiter: Steffen Hessler, M.A., Philipp Dorok, M.A.

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